Nachts im Kühlschrank

Nachts im Kühlschrank ist das Licht aus und nichts erwacht zum Leben – hoffe ich mal! Dennoch tut sich manchmal etwas darin. Mein Frühstück bereitet sich hier ab und an selbst zu. Wenn ich weniger Lust auf Müsliknusperei, sondern mehr auf breiige Cremigkeit habe, dann bereite ich Overnight Oats zu, Übernacht-Haferflocken also.

Nach dem Baukastenprinzip werden einfach Haferflocken zu gleichen Teilen mit Milch/veganer Milchvariante gemischt, mit Früchten, Nüssen, Samen, Schokolade oder was man sonst gern mag verfeinert, über Nacht in den Kühlschrank gestellt und am nächsten Morgen – tada! – ist das Frühstück schon so gut wie fertig.

Ich gebe in meine Oats gerne auch Joghurt, Quark oder Fruchtmus. Dann kann man auch zum Teil oder ganz auf Milch o.ä. verzichten. Da ich noch etwas Rhabarber hatte, habe ich dieses Mal Rhabarber-Chia-Oats vorbereitet.

Chia-Samen sind ja als sogenanntes „Superfood“ seit einiger Zeit in den Medien gut vertreten und inzwischen auch im Supermarkt erhältlich. Sie quellen in Verbindung mit Flüssigkeit auf, ähnlich wie Leinsamen, und binden diese damit. Je nach Mischungsverhältnis entsteht so halbflüssiges Gel oder eine puddingartige Konsistenz.

Wer keine Chia-Samen hat oder kaufen möchte, kann sie auch weglassen und das Rhabarberkompott als solches verwenden, dann sollten aber mehr Haferflocken verwendet werden. Wer mag, kann auch Leinsamen, am besten geschrotet, verwenden. Die haben meiner Meinung nach einen leicht bitteren Geschmack, die Chia-Samen sind dagegen geschmacksneutral.

Ich bin zwar jemand, der gern Neues probiert, aber das nicht um jeden Preis. Viele der „Superfoods“ versprechen kaum einzuhaltende Wirkungen und werden zum Teil zu horrenden Preisen vertrieben. Dabei kann man viele auch durch leichter zu beziehende (einheimische) Zutaten ersetzen.

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Overnight Oats mit Rhabarber-Chia-Pudding

für ein Glas mit etwa 250ml Fassungsvermögen

– 40g Haferflocken, kernig oder zart ist egal

– 4 EL Joghurt (kann auch gegen die gleiche Menge Rhabarberkompott ersetzt werden)

– etwa 8 EL Rhabarberkompott (aus 2 Stangen Rhabarber, 4 EL Vanillezucker und 4 EL Chia-Samen zubereitet s.u.)

– zusätzlich Joghurt, Quark o.ä. nach Geschmack, ebenso können Schokoraspel, Kakaopulver, Nüsse o.ä. dazugegeben werden

Zunächst das Rhabarberkompott zubereiten: Rhabarber schälen, waschen, in etwa 0,5cm breite Stücke schneiden, in einen Topf geben und mit Zucker und etwa 50ml Wasser köcheln, bis der Rhabarber weich ist und langsam zerfällt. Hier bitte nach Geschmack nachsüßen! Abkühlen lassen und die Chia-Samen zugeben. 10 Minuten quellen lassen. In der Zwischenzeit Haferflocken in ein Glas oder eine Schale geben, Joghurt darauf verteilen, das Rhabarberkompott darauf geben und wer mag, fügt hier noch weiteren Joghurt o.ä. dazu. (Nüsse oder Samen, Schokolade und Kakaopulver am besten erst morgens). In den Kühlschrank damit und am nächsten Morgen nach Belieben auf Raumtemperatur kommen lassen oder kurz! in der Mikrowelle erwärmen.

Das Rhabarberkompott reicht für 2-3 Gläser und kann natürlich als Pudding auch mit Joghurt, Vanillesauce o.ä. gegessen werden.

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