Lovely London

An den Instagramfotos hat man es schon sehen können: In der letzten Woche war ich in London. Und es war toll! So eine großartige Stadt, so vielfältig – alt neben neu. Glas neben Grün. Menschen unterschiedlichster Abstammung, die alle ihren Teil zu den tausenden Facetten Londons beitragen. Das gilt natürlich auch für die Küche. Neben den typisch englischen Pubs findet man Restaurants jeglicher Nation und viele, deren Speisen verschiedensten Einflüssen unterliegen. Fusion-Food, dieser Eklektizismus begeistert mich sehr. Selbstverständlich haben wir alles mögliche probiert. Vom obligatorischen Fish & Chips und Sunday Roast (meine vegetarische Variante bestand aus einer Spinat-geräucherter-Cheddar-Kartoffel-gefüllten Pastete, Gemüse und Kartoffelbrei), über italienisches, indisches (später mehr dazu) und türkisches Essen. Besonders gefreut habe ich mich aber auf schon monatelang geplante kulinarische „Events“: Ein Besuch bei Ottolenghi in Spitalfields und eine moderne englische Tea time bei The Modern Pantry.

Ottolenghi in Spitalfields ist clean aber gemütlich eingerichtet, mit vielen Plätzen auf die Fläche bezogen und gleich am Eingang erwartet einen das kalte Buffet, appetitanregend aufgebaut, wie man das auch auf der Homepage bewundern kann (schaut mal bei Notting Hill, in Spitalfields ist das sehr ähnlich). Das Restaurant wurde erst am 30. März eröffnet, das Personal ist sehr aufmerksam und freundlich und man kann in einem kleinen Shop auch die Ottolenghiprodukte kaufen, wenn man denn möchte.

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Das Essen bei Ottolenghi ist bekanntlich stark orientalisch/israelisch geprägt und funktioniert zumindest teilweise nach dem Share-Prinzip. Man bestellt also mehrere Vorspeisen/Starters, bekommt eine Auswahl verschiedener Brote und Olivenöl und probiert sich überall mal durch. Wir entschieden uns für Geröstete Aubergine mit würzigem Walnuss-Joghurt, Granatapfeldressing und Koriander; Gegrillte Pfirsiche mit gewürzten Walnüssen, Roquefort und Orangenblütendressing auf bitteren Salaten und Harissa-Karottenpüree mit Microkräutern (eben Minibasilikum & Co), Kreuzkümmel, Labneh, gerösteten Haselnüssen, Granatapfel und Rosenwasser. Alles sehr fein und mir hat vor allem die Verwendung der Blütenwässer gefallen. Das Brot dazu war auch wirklich gut, frisch und besonders das Maisbrot war sehr gut.

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Von den Hauptgängen habe ich nicht alle aufs Foto gebannt, es gab: Gefüllte in Tempura frittierte Zucchiniblüten mit Ricotta und Trüffel-Honig und „Schneeflöckli“ (die wurden jedoch nicht gesehen, ob die Kekse??? in der Füllung steckten?); in der Pfanne gebratener Wolfsbarsch mit Tomatensalsa, Basilikumlabneh und Fenchel-Kohlrabisalat sowie Gerösteten Blumenkohl mit Tahinidressing und Aleppo-Chili.

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Der Rat „Leave some room for desert – that’s the best!“ wurde befolgt und so bestellten wir Strawberry Cheesecake, Chocolate Fudge Cake und Mixed Berry Financier mit Mascarpone – mmmh! Dazu guten Kaffee.

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The Modern Pantry ist ebenfalls sehr klar eingerichtet, etwas skandinavisch angehaucht. Auch hier ist der Service prima. Den Afternoon Tea bekommt man typischerweise auf einer Etagere angerichtet. Meine pescetarische „Extrawurst“ wurde auch auf einem Teller separat angerichtet, damit man nicht durcheinander kommt. Als schöner Kontrast dazu bekam jeder individuell zusammengestelltes Geschirr aus Sammelteeservicen. Die Auswahl an Tee ist gut, vorwiegend Schwarztee, jeder erhält ein eigenes Kännchen. Aber auch der Kaffee war ok (etwas stark für meinen Geschmack). Die Sandwiches und Küchlein sind allesamt wirklich modern interpretierte Teile einer klassischen Tea time:IMG_8318 IMG_8316

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Es gab: Pfirsich-Bellini, und auf der Etagere von unten nach oben und im Uhrzeigersinn: Blätterteig mit karamellisierten Zwiebeln, schwarzen Oliven und Urfa-Pfeffer; Chiasamenbrot (sehrlecker!) mit getrüffeltem Erbsenpüree, Minze und Zucchini; (2x) Scone mit sonnengetrockneten Tomaten, Parmesan und Senfsamen und Ziegenfrischkäse; nicht mehr zu sehen ist ein anderer Teil der herzhaften Bestandteile: Sandwich mit gebratenem Huhn, Stachelbeerrelish und Schwarzkümmelsamenmayonnaise (was ich als Ersatz hatte, weiß ich schändlicherweise gar nicht mehr); darüber beginnen wir mit den süßen Teilchen: im Glas: Schokolade-Aleppo-Chili-Pudding mit Schoko-Chili-Knuspertafel; dahinter (und besser ganz oben in der Mitte zu sehen) Rosenwasser-Sauerkirsch-Scone mit Beeren-Lakritz-Marmelade und Clotted Cream („Streichrahm“); dahinter und ganz rechts der herrliche Battenberg-Kuchen mit Kaffee und Malz; ganz hinten und im Vordergrund die beiden Dreiecke sind Passionsfrucht-Vanille-Marshmallows – meine Alternative dazu war oben der knusprige Flapjack (rechts hinten); und in der Mitte (bzw. oben vorn links) Holundercremetarte mit frischen Beeren. Sehr lecker und eine tolle Zusammenstellung verschiedenster Brotsorten und Geschmäcker!

Wer also über englisches Essen schimpft, kann London an sich nicht meinen. Hier kann man wirklich kulinarisch glücklich werden!

Und auch sonst – architektonisch ist die Stadt so vielfältig, so interessant! Und in der Zeit war natürlich nur ein kleiner Teil zu erkunden. Eine kleine Collage zu den Eindrücken (und ansonsten viel mehr Instagram-Fotos – klick):

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