Lila – noch ein Versuch!

IMG_0745Lila, dieser Farbe wird ja so einiges zugeschrieben. „Der letzte Versuch“ heißt es oft. Lila, die Farbe der sexuell Frustrierten – soso! Beides hängt wohl irgendwie zusammen. Mit der Farbe zeigt man (ob bewusst oder unbewusst) angeblich eben diesen Zustand und hofft so noch einen Partner zu ergattern. Man könnte sich natürlich nun fragen, ob die Schokolade einer bekannten Firma dann Singles als große Zielgruppe hat, oder warum Bischöfe diese Farbe tragen..

Letzteres erklärt sich eher daher, dass (haltbare) lila bzw. violett gefärbte Textilien in der Geschichte immer den Mächtigen und Reichen vorbehalten waren (begründet durch den Preis, den man für die Purpurschnecken zahlen musste). Heute sind diese Farbstoffe ohne Weiteres synthetisch herzustellen und dementsprechend oft gesehen.

Laut der Farblehre wird die Bedeutung der Farbe, die jemand trägt, aber intuitiv verstanden und ebenso eingesetzt. Lila steht für sinnliches (Schokolade!), träumerisches und sehnsuchtsvolles Erleben. (Einiges kann man noch z.B. hier nachlesen.)

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Letzteres kann ich uneingeschränkt unterstreichen, denn diese tolle Farbe landete heute nach kurzer Zeit auf meinem Teller! Rotkraut mag ich gern und es wird daher im Winter oft gegessen: Roh als Salat, geschmort, gekocht, gebraten oder eben auch in der Suppe. Cremig würzig mit außen knusprigen, innen schmelzenden Schafskäsebällchen dazu – ein (lila) Gedicht! Und ich muss mich gerade davon abhalten, mit dem Löffel bewaffnet zum Topf zu schleichen..

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Rotkohlsuppe mit Schafskäsebällchen

für 2 Portionen

  • 125g Rotkraut
  • 1/2 rote Zwiebel (original: Schalotten)
  • 70g kalte Butter
  • 10g brauner Zucker
  • 450ml Gemüsebrühe (original: 50ml trockener Rotwein, 400ml Fond)
  • 1 kleines Lorbeerblatt
  • 1/2 Zimtstange
  • 1 Nelke
  • 2 EL von Mamas Brombeermarmelade mit Zartbitterschokolade (und etwas für die Köchin, original: Preiselbeerkompott)
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 120g halbfester Ziegenkäse (original: etwas mehr)
  • 1 Ei
  • 5 EL Semmelbrösel (original: Panko bzw. Toast)
  • 2 EL Petersilie (original: Schnittlauch)
  • eine Prise Chili, gemahlen
  • 1 EL Mehl
  • 2-3 EL Erdnussöl (original: 0,5 l)
  • Rotweinessig zum Abschmecken

Zwiebel und Rotkraut putzen und klein schneiden, in 30g Butter andünsten. Zucker zugeben, kurz schmelzen lassen und alles gut durchrühren. Gemüsebrühe und Marmelade zugeben, Lorbeerblatt, Zimt und Nelke in ein Teesieb/Teefilter geben und in die Flüssigkeit eintauchen. Bei kleiner Hitze 10 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit Käse, 1 EL Semmelbrösel, die Hälfte des verschlagenen Eis, 1 EL Petersilie, Chili mit einer Gabel zerdrücken und miteinander vermengen. Kurz ziehen lassen, währenddessen die Panierstraße mit Mehl, Paniermehl und Ei vorbereiten und die Suppe pürieren.

Käsemischung zu 6 gleichgroßen Bällchen formen. Zunächst in Mehl, dann in Ei und Paniermehl wenden. Dann erneut in Ei und Paniermehl. Erdnussöl in einer Pfanne erhitzen und die Bällchen darin goldbraun von allen Seiten anbraten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Restliche kalte Butter zum Montieren der Suppe nutzen (mit dem Pürierstab in die Suppe einschlagen) und die Suppe mit Salz, Pfeffer, ggf. Zucker und Rotweinessig abschmecken.

Suppe anrichten, nach Belieben noch einige fein geschnittene Rotkrautstreifen hineingeben, mit der Petersilie bestreuen und die Käsebällchen dazugeben.

Abgewandelt nach Lust auf Genuss 3/15

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