PaRadieschen

Zeit ist relativ. Das wird vor allem dann bemerkbar, wenn man es besonders eilig hat und die Zeit rennt und rennt und die Angst zu spät zu kommen immer stärker wird. Oder dann, wenn man ungeduldig wartend auf die Uhr schaut, die Minuten aber scheinbar gar nicht vergehen.

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Im Urlaub scheint es manchmal, dass sich ein Tag wie viele anfühlt. Weil er so anstrengend war oder aber so dicht von Ereignissen. Ein paar Tage London können sich so gut und gerne wie eine Woche im Zeitgefühl wiederspiegeln. Keine schlechte Eigenschaft der Relativität also!

Und die Tage waren – zumindest teilweise wirklich voll – der Kilometerstand der gelaufenen Strecke erreichte ein Maximum von etwa 26.

Zu sehen und zu essen gab es natürlich unendlich viel und meistens haben wir es gut getroffen. Für jeden Geschmack gibt es etwas zu probieren – bei unserem Trip zumeist leckeres Streetfood mit südamerikanischem und asiatischem Einschlag, ganz oft Fusionsküche. So hatte Jan gleich am ersten Tag einen Bao-Burger mit Iberico-Schwein von Edū auf dem Flat Iron Square, den wir zufällig fanden. Leckerstes Schokoladeneis bei Venchi in Covent Garden…

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[Eine Nicht-Weiterempfehlung muss an dieser Stelle aber sein. Ob es im nächsten Pub besser gewesen wäre, weiß man ja nicht, aber was uns einfach nur enttäuscht hat, waren Poppies Fish & Chips auf dem Camden Market. Mal abgesehen davon, dass dort quasi jeder Kontinent ein- oder mehrfach kulinarisch vertreten ist, entschieden wir uns am letzten Tag für diesen Stand. Ich hatte mich eigentlich gefreut, dass Jan, der immerhin inzwischen den anfängertauglichen Backfisch als nicht nur essbar, sondern auch lecker empfindet – unter gewissen Grundsätzen des Würzens natürlich – dieses typische Gericht vorgeschlagen hatte. Aber ob Poppie einfach nur einen schlechten Tag hatte, oder ob es immer so bescheiden schmeckt (die Tripadvirsor-Bewertungen lassen Hoffnung auf ersteres), werden wir wohl nicht erneut eruieren. Knusprige Panade, guter Fisch aber weder der noch die Pommes hatten auch nur die flüchtige Bekanntschaft des Salzes oder irgendeines Gewürzes gemacht, von Essig ganz zu schweigen. Die unabdingbaren Zugaben Tartarsauce, Mayo oder Ketchup kosten extra und bringen geschmacklich ebenfalls keine Wunder… Schade!]

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So schön es ist unterwegs zu sein, so schön ist es (mindestens) auch wieder nach Hause zu kommen. Die Schnecken im Garten haben inzwischen auf ihre Weise Bohnen, Radieschen und Blattsenf gehütet. Die Rettung der letzten eigenen Rettiche war also Ehrensache. Für einen kleinen Salat reichten sie dann allemal. Herzhaft und sättigend wird er mit gewürfeltem Käse – ich habe Cheddar verwendet – und die milde pfeffrige Schärfe der Radieschen wird durch die lauchartige des Schnittlauchs ergänzt, die Blüten sind dabei vor allem schmückendes Element. Ein fruchtiges Dressing aus Mango-Balsamico und Walnussöl – das war es schon!

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Radieschen-Käse-Salat

für zwei Portionen

  • 1 Bund Radieschen (etwa zwei Hand voll)
  • 150g Cheddar oder mittelalten Gouda
  • 6-8 Schnittlauchblätter und einige Blüten nach Wunsch
  • 2 EL Mango-Balsamico (z.B. von hier*)
  • 3 EL Walnussöl
  • 1/2 TL mittelscharfer Senf
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Salz

Radieschen waschen und putzen, in feine Scheiben schneiden. Käse grob würfeln. Schnittlauch waschen, trocken tupfen und in schmale Ringe schneiden. Balsamico mit Salz, Senf und Pfeffer verrühren und anschließend mit dem Öl verschlagen. Alle Zutaten zusammen in einer Schüssel miteinander vermengen und nach Belieben mit (zerzupften) Schnittlauchblüten anrichten. Dazu schmeckt geröstetes Brot.

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