Roh & filigran

Widerspricht sich das? Nein, Rohkost kann durchaus filigran sein. Vielleicht ist das im Sinne eines Ausgleichs sogar unbedingt wünschenswert. Zum Glück ist gerade Spargelzeit, zum Glück ist Spargel auch roh essbar!

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Bei uns gab es natürlich auch schon Spargel in den verschiedensten Varianten.. mit Pasta, mit Zabaione,… aber selten roh. Erstaunlich zart ist er, wenn er fein gehobelt oder als Band geschnitten wird. Wie auch zu gekochtem oder gebratenem Spargel passt Säure, die hier Zitrone bringt, sehr gut dazu. Noch etwas zum Knuspern und frische Kräuter – perfekt!

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Probiert den rohren Spargelsalat wirklich mal aus – als Vorspeise oder leichtes Mittag- bzw. Abendessen ist er auch schnell gemacht.

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Roher Spargelsalat mit knusprigem Vollkornbrot und Zitronen-Buttermilchdressing

pro Portion als Hauptgericht, für 1-2 Personen als Vorspeise

  • 60g Vollkornbrot (ca. 1 Scheibe)
  • 1 TL Kapern
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 TL Olivenöl
  • 5 Stangen Spargel, grün und weiß gemischt
  • 5-6 Stiele Kerbel
  • 30ml Buttermilch (ca. 1,5 EL)
  • 3/4 TL Zitronensaft
  • 1/2 TL Abrieb einer Bio-Zitrone
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.Brot in kleinere Würfel reißen und mit den abgespülten und abgetropften Kapern sowie der in Scheiben geschnittenen Knoblauchzehe auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und mit dem Olivenöl beträufeln und 10 Minuten knusprig backen.

Währenddessen Spargel putzen und nach Sorte schälen (weißen Spargel ganz, bei grünen Spargel nur die holzigen Enden abschneiden und das untere Drittel schälen) und mit dem Sparschäler in dünne Bänder schneiden. Am besten geht das, wenn man die Stangen auf ein Brett o.ä. legt und dann mit dem Schäler darüber fährt. Kerbel waschen, trocken tupfen und die Blättchen grob hacken.

Für das Dressing Buttermilch, Zitronensaft und -abrieb mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Spargel auf Teller verteilen und mit dem Dressing begießen. Mit der Brotmischung und dem Kerbel bestreuen.

Das Rezept ist minimal abgeändert aus

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Zorra und Jeanette von Cuisine Violette suchen Frühlingsgerichte – ich hoffe, da konnte ich helfen 😉 Schaut auf jeden Fall spätestens Ende Mai noch in die Sammlung der Gerichte – dort finden sich immer so schöne Anregungen!

Blog-Event CXXX - Genuss des Fruehlings (Einsendeschluss 15. Mai 2017)

Unterseebrot

In der letzten Zeit backe ich wieder mehr Brot, mal mit Sauerteig, mal nur mit Hefe. Gern gebe ich noch Nüsse und Samen oder Gewürze dazu. Beim Kauf meines letzten Backbuchs (Dough*)habe ich jedoch eine Zutat entdeckt, die ich bisher im Brot noch nicht gesehen habe: Wakame. Damit habe ich bereits gekocht (hier, dort sowie da) und den Geschmack konnte ich mir daher auch gut in Brot vorstellen.

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Für die Herstellung wird (wie im ganzen Buch) nur Hefe verwendet, kein Sauerteig. Daher ist das Brot auch in kürzerer zeit herzustellen und auch eher für Anfänger geeignet. Gebacken habe ich es dann auf dem Brotback-/Pizzastein. Die Krume ist schön, die Poren genau richtig und die Kruste ebenfalls gut. Der Algengeschmack ist dezent, aber vorhanden und so ist das Brot eher für herzhafte Beläge geeignet.

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Brot mit Wakame

für einen mittleren Laib

  • 250g Vollkornweizenmehl
  • 250g Weizenmehl 550er
  • 10g frische Hefe
  • 8g Salz
  • 10g getrocknete Wakame
  • 340g lauwarmes Wasser

Algen in einer Schale mit reichlich Wasser bedecken und etwa 10 Minuten quellen lassen.

Mehle vermischen und die Hefe hineinkrümeln. Salz, abgetropfte Algen und Wasser zugeben. Mit einem Holzlöffel vermengen und den Teig auf eine saubere, unbemehlte Arbeitsfläche geben. Mit wie Gabelzinken geöffneten Fingern seitlich unter den Teig greifen, diesen zu dir hinziehen und über den restlichen Teig hinweg in einem Bogen wieder nach hinten führen. Diese bogenförmige Bewegung etwa 5 Minuten lang wiederholen, damit möglichst viel Luft in den Teig gelangt. Dabei die Ränder immer wieder unter den Teig schieben. Der Teig wird mit der Zeit weniger klebrig und löst sich besser von der Oberfläche.

Die Arbeitsfläche leicht mehlen und den Teig zu einem runden Laib formen. Dazu den Teig von den Ecken her nach oben zur Mitte falten, dabei den Teigball jeweils um etwa 90° drehen. Laib wenden, so dass die Naht nun unten liegt. Den Laib in eine leicht bemehlte Schüssel geben, mit Frischhaltefolie abdecken und bei etwa 37°C etwa eine Stunde gehen lassen.

Den Teig erneut mit einem Teigschaber oder einer Teigkarte aus der Schüssel auf die Arbeitsfläche geben und erneut zum Laib formen (s.o.). Wieder in die Schüssel geben und abgedeckt 45 Minuten gehen lassen.

Den Teig anschließend auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und zu einem länglichen Laib formen, dabei die Naht oben liegen lassen. Abgedeckt eine Stunde auf einem Stück bemehlten Backpapier gehen lassen. Währenddessen den Ofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen (wenn vorhanden den Brotbackstein oder die Cocotte mit Deckel gleich mit aufheizen. Zum Ende hin eine ofenfeste Schale mit heißem Wasser in den Ofen stellen.

Laib auf den Stein/in die Cocotte stürzen bzw. auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Mit einem scharfen Messer nach Belieben einige schräge Einschnitte machen und für etwa 45 Minuten goldbraun backen. Das Brot ist durchgebacken, wenn es beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt.

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Bei Kaffee und Brot

Manchmal möchte man einfach etwas Schokoladiges, etwas, das einem dieses tiefe Wohlfühlaroma bringt. Es müssen nicht immer Kuchen oder Kekse oder gar Schokolade pur sein.

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Auf der Suche, was man denn für etwas andere Brote mit meinem Sauerteigstarter zubereiten könnte, stieß ich auf eines, das ich unbedingt und schnell ausprobieren wollte. Schokoladenbrot mit Cranberries. Mit Sauerteig! Das klang nicht nur interessant, das Ergebnis war auch absolut überzeugend. Obwohl hier relativ wenig Schokolade verwendet wird, ist das Aroma großartig und die zugegebenen Trockenfrüchte sorgen für ein saftiges Brot. Das ist definitiv eine Alternative zu Kuchen und bedarf keines Belags!

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Anstelle von getrockneten Cranberries möchte ich dieses Rezept demnächst abwandeln und Sauerkirschen, Physalis oder Ingwer verwenden. Auch Pflaumen sollten gut funktionieren. Die Schokolade werde ich beibehalten. Milch- oder weiße Schokolade besitzt aufgrund der anderen Zusammensetzung auch andere Backeigenschaften und das Aroma war wirklich toll.

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Saurteigbrot mit Schokolade und Cranberries

für ein kleines Brot von ca. 500g

  • 85g aktiver Roggensauerteig (100% Hydratation)
  • 165g Weizenmehl 550
  • 10g Kakaopulver, schwach entölt
  • 125g Wasser
  • 100g getrocknete Cranberries
  • zwei kleine Täfelchen Zartbitterschokolade (etwa 50g), grob gehackt

Sauerteig, Wasser, Mehl und Kakao gut mischen und 30 Minuten bei etwa 25°C stehen lassen.

Anschließend gut durchkneten (ich mach das per Hand, angegeben sind 10 Minuten auf langsamer Stufe). Dann Trockenfrüchte und Schokolade zugeben und erneut einige Minuten unterkneten.

Für 2-3 Stunden bei etwa 28°C abgedeckt gehen lassen, dabei den Teig nach je 60 Minuten einmal falten.

Mit etwas Mehl zu einem rund-ovalen Laib formen und für eine weitere Stunde bei Raumtemperatur abgedeckt gehen lassen.

Im Gärkörbchen oder in einer ausgemehlten Schüssel für 14 Stunden abgedeckt im Kühlschrank gehen lassen.

Am nächsten Tag den Ofen auf 270°C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine feuerfeste Schale mit heißem Wasser auf den Ofenboden stellen. Brot auf ein vorbereitetes Backblech bzw. einen Brotbackstein geben und eine halbe Tasse Wasser auf den heißen Ofenboden schütten, um Dampf zu erzeugen. Etwa 30 Minuten backen, dabei die Temperatur schrittweise auf 220°C reduzieren. Brot herausnehmen und auskühlen lassen.

Das Rezept habe ich hier gefunden.

Brot aus der Cocotte -Sauerteigreanimation

Schon viel zu lange ist es her, dass ich selbst Brot gebacken habe. Der Sauerteig hat den Umzug in getrockneter Form überstanden und wurde nun wiederbelebt. Mit der tollen Cocotte, die ich zum Geburtstag geschenkt bekam, konnte ich also einen neuen Versuch starten. Da ich noch einen Rest Weißwein übrig hatte, welcher nicht meinen Geschmack getroffen hatte, entschied ich mich für das Weißweinbrot von Boulangeriechen.

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Der Teig war trotz nicht zu aktivem Sauerteigansatz schön aufgegangen und auch zuletzt noch recht klebrig. Die verwendeten Zutaten habe ich zum Teil abgeändert. So nahm ich Roggen-ASG und 630er Dinkelmehl für den Hauptteig. Das resultierende Brot wurde im Bräter schön knusprig. Die Krume war zum Teil sehr großporig, das Brot war aber gerade richtig für herzhafte Beläge.

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In einer zweiten Variante habe ich den nun schon lebhafteren Sauerteig mit Weizenvollkornmehl verarbeitet. Die Krume war etwas dichter, das kräftigere Brot habe ich als Suppenschale verwendet. Ihr findet das Rezept für den leckeren Eintopf demnächst auf dem Blog.

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Weißweinbrot

für ein Brot mit etwa 30cm Länge, 20cm Breite

Vorteig (12 Stunden Gare über Nacht)

  • 100g Sauerteig (Roggen-ASG)
  • 200g Weizenmehl 550 (im zweiten Ansatz habe ich hier Dinkelmehl 630 verwendet)
  • 100ml Wasser, lauwarm
  • 100ml Weißwein, halbtrocken

Alle Zutaten gut miteinander in einer großen Schüssel vermengen, mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht bei Raumtemperatur gehen lassen.

Hauptteig

  • 500g Dinkelmehl 630 (im zweiten Ansatz Weizenvollkornmehl) und etwas zum Bearbeiten
  • 270ml Wasser, lauwarm
  • 12g Salz
  • etwas Maismehl oder Grieß zum Bearbeiten

Den Vorteig mit dem Mehl und dem Wasser verrühren und 45 Minuten abgedeckt ruhen lassen.

Das Salz unterkneten. Den Teig abgedeckt für 2 bis 2,5 Stunden gehen lassen. Dabei nach 60 und 90 Minuten jeweils einmal falten.

Anschließend mit etwas Mehl rund wirken und in eine mit einem sauberen mit Mehl bestäubten Geschirrtuch ausgelegte Schüssel oder idealerweise in ein Gärkörbchen legen. Mit Frischhaltefolie abedekcn und 60-90 Minuten gehen lassen.

Den Bräter mit Deckel im Ofen auf 265°C aufheizen. Das Brot auf ein mit Maismehl oder Grieß bestreuten Brett legen und vorsichtig in den Bräter gleiten lassen. Mit einem scharfen Messer einritzen und den Deckel auflegen.

Die Temperatur auf 250°C reduzieren und 15 Minuten backen. Dann die Temperatur auf 230°C senken und weitere 30 Minuten mit aufgesetztem Deckel backen. Den Deckel abnehmen und das Brot etwa 15 Minuten bei 215°C bräunen lassen. Herausnehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen.

Käsebrot ist ein gutes Brot!

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Wenn man Helge Schneider glaubt, und das tue ich in diesem Fall definitiv. Ergo sind Käsebrötchen gute Brötchen! Für den Freund auf jeden Fall. Aber eine Zutat hätte er gern auch noch dabei, die es bei den käuflichen Brötchen nicht gibt: Kürbiskerne.

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World Bread Day 2016 (October 16)

Kein Problem und da der World Bread Day nun ansteht, möchte ich mit eben diesen Käsebrötchen für selbstgebackenes Brot werben. Es ist gar nicht so schwer! Der Vorteil ist klar ersichtlich: Ich weiß ganz genau, welche Zutaten in meinem Brot stecken und kann nach Bedarf abwandeln und anpassen.  Hier zum Beispiel die zusätzlichen Saaten und den Käse. Im Normalfall wäre es Gouda, ich habe mich für würzigen Grünländer als Belag entschieden und für Parmesan im Teig.

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Für die Käsebrötchen habe ich mich bei Rezepte mit Herz bedient. Hier gibt es ein Rezept mit Übernachtgare, das gut funktioniert hat. Da ich die Brötchen in etwa der Größe haben wollte, wie es sie hier beim Bäcker gibt, habe ich nur 5 Stück aus der gegebenen Menge herausbekommen. Aber sie sind frisch und warm wirklich köstlich, abgekühlt und als Pausensnack aber auch verdammt lecker.

Hier das Rezept:

Käsebrötchen mit Kürbiskernen

für etwa 5 Stück mit 10cm Durchmesser

  • 250ml lauwarmes Wasser
  • 15g frische Hefe
  • 1 TL Zucker
  • 375g Mehl (ich: 320g 550er und 55g Roggenvollkorn) und etwas zum Formen
  • 1 TL Salz
  • 100g geriebenen Käse (ich: Parmesan)
  • 3 EL Kürbiskerne
  • 5 Scheiben Käse zum Belegen (ich: Grünländer, würzig)
  • 5 EL Kürbiskerne
  • etwas Milch oder Sahne zum Bestreichen

Wasser und Zucker in einer großen Schüssel verrühren, die Hefe dazu bröseln. Verrühren und ca. 10 Minuten bei 37°C (im Ofen) stehen lassen. Mehl, Salz, Kürbiskerne und geriebenen Käse zugeben und zu einem glatten Teig verkneten. Mit Frischhaltefolie abedecken und bei 37°C noch 30 Minuten gehen lassen. Dann über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Morgen den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen und aus dem Teig mit bemehlten Händen 5 Brötchen formen. Die Unterseite in die Kürbiskerne drücken und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Mit Milch/Sahne bestreichen und mit der Käsescheibe belegen. Ca. 20 Minuten backen, bis der Käse das Brötchen schön bedeckt. Für weitere 5 Minuten habe ich bei kleinster Grillstufe überbacken bis der Käse goldbraun war.

Die Brötchen schmecken am besten pur oder mit etwas Butter, nach Geschmack auch mit Butterbrotsalz.

What SUB? Herbstliche Sandwiches

Das perfekte Thema – selbstgemachtes Fastfood. Nachdem wir in der Grillsaison verschiedene Burger ausprobiert haben, sind nun Subs dran. Die lassen sich genauso vielfältig gestalten wie ein Butterbrot und sind ein prima Mittagessen.

Die Herausforderung war natürlich auch hier, möglichst viel selbst zu machen: Das Brot, in leckeres Topping. Auch wenn der Sommer nochmal zeigt, was möglich ist, habe ich herbstliche Zutaten verwendet, die gibt es ja nun mal momentan: Kürbis, Möhren, Äpfel.

Und so gibt es Kürbisbrot-Subs mit Barbecuemöhren und Ofenkürbis und -äpfeln. Dazu passt Feta ebenso gut wie ein schöner Bergkäse, knackiger Salat und für den Fleischesser im Haus habe ich Honig-Balsamico-Hühnchen gebraten. Es wäre zwar nicht nötig, denn er ist fleischlos soweit glücklich, aber dennoch gab es keine Beschwerde.

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Die (O-Ton) „geilen“ Möhren haben sogar eingeschworene Fleischfans überzeugt!

Für das Kürbisbrot habe ich Muskatkürbis verwendet, es eignen sich aber andere Sorten genauso gut. Es schmeckt genauso gut mit herzhaftem Belag wie mit süßem Aufstrich! Am besten gefällt es uns dann getoastet.

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Weiches Kürbisbrot für Sandwiches

für 2-3 größere Subs oder 2 Kastenformen

  • 250g Kürbis, geschält, Kerngehäuse entfernt
  • 450g Mehl (405)
  • 45g Zucker
  • 15g Hefe
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Ei, verquirlt
  • 180ml und etwas lauwarme Milch
  • 70g weiche Butter
  • nach Belieben 2-3 EL Parmesan oder Bergkäse, gerieben

Kürbis in Würfel schneiden, mit sehr wenig Wasser erhitzen und mit geschlossenem Deckel bei geringer Hitze dämpfen bis der Kürbis weich ist und sich leicht zerstampfen lässt. Ausdampfen und handwarm abkühlen lassen.

Mit den restlichen Zutaten (nur die Hälfte des Eis verwenden!) zu einem feuchten, zäh reißenden Teig verkneten. Mit Frischhaltefolie abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich der Teig etwa verdoppelt hat. Das war bei mir nach etwa 50 Minuten der Fall.

Mit etwas Mehl erneut kneten und in gefettete Formen geben bzw. in Baguetteformen füllen. Wer diese nicht hat, kann wie ich versuchen, aus Alufolie seitliche Begrenzungen zu basteln, die die Laibe in Form halten sollen.

Abdecken und erneut 30-45 Minuten gehen lassen. Dann mit dem restlichen Ei und einem Schuss Milch bestreichen und im Ofen bei 190 °C 30-40 Minuten, je nach Form goldbraun backen. Wer den Käse darauf haben möchte, sollte diesen in den letzten  Minuten auf das Brot geben und den Grill zuschalten.

Ofenkürbis und -apfel

  • 100-150g Kürbis, geschält
  • 1 fester Apfel
  • 1 EL Olivenöl
  • 1/2 TL Zimt
  • (Orangen)Salz
  • Chilipulver nach Geschmack

Kürbis und Apfel in etwa 0,5cm dicke Scheiben schneiden und auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech auslegen. Mit Öl bepinseln und Salz, Zimt und Chili darüberstreuen. Im Ofen bei 220°C für ca. 15-20 Minuten backen, bis der Kürbis weich ist.

Barbecuemöhren

  • 4-5 große Möhren
  • 1 rote Zwiebel
  • 1/2 TL Olivenöl
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • (Orangen)Salz

für die Sauce:

  • 125ml Tomatenmark
  • 125ml Ketchup oder Tomatenpüree
  • 3 kleine Knoblauchzehen
  • 3 EL Apfelessig oder Weißweinessig
  • 1 EL Zuckerrübensirup
  • 3 EL brauner Zucker
  • 1 TL Salz & mehr nach Geschmack
  • 1 TL scharf Paprikapulver (ich: Pimentón de la Vera hot)
  • 1 TL Knoblauchpulver (z.B. dieses)
  • 1/4 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1/4 TL Cayenne
  • 1/4 TL weißer Pfeffer, gemahlen
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1/2 TL Harissapaste oder Tabasco (Chipotle)
  • 1 TL Olivenöl
  • Petersilie oder Koriander nach Belieben

Möhren und Zwiebel putzen, grob raspeln und mit dem Öl und Pfeffer in einer Schüssel vermengen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und verteilen. Im Ofen bei 180°C ca. 25-30  Minuten unter gelegentlichem Umrühren garen bis das Gemüse karamellisiert.

In der Zwischenzeit die Zutaten für die Sauce in einem hohen Gefäß vermischen und mit einem Pürierstab zu einem homogenen Gemisch verarbeiten. Bei kleiner Hitze in einem Topf etwa 15 Minuten sanft köcheln lassen. Abschmecken.

Gemüse abkühlen lassen und die Sauce daruntermengen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Abgewandelt von hier.

Zusammengebastelt haben wir uns die Subs dann mit Frischkäse als „Bodenbelag“, Salat, den Möhren, Feta oder anderem Käse, nach Belieben auch dem Huhn und dem Ofenkürbis-/apfel.

Mein Beitrag für Zorras Event, das Thema kommt von Sakriköstlich.

Blog-Event CXXIII - Homemade Fastfood (Einsendeschluss 15.9.2016)

Schaut doch mal vorbei für hausgemachte Döner, Burritos, diverse leckere Burger und auch Desserts fehlen nicht!

Brot mit Bier, das rat ich dir!

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Über Bier gibt es diverse Weisheiten – vor dem Wein ok, danach nicht. Drei Bier sind auch ein Schnitzel und zwischen Leber und Milz.. ein Stein, ein Mörtel, ein.. Ihr wisst schon!

Bier und Brot haben so ihre Schnittmenge. Das Getreide, der Nährwert, vielleicht auch der Ruf unseres Landes für die Qualität der Produkte, die Vielzahl regionaler Spezialitäten. Warum also nicht Bier ins Brot geben? Nicht „nur“ Treber, sondern direkt das Bier? Das geht und mit den verwendeten Bieren verändert sich auch der Geschmack des Brotes. Ein wenig. Ich habe dieses Mal Braukatz Pale Ale verwendet, ein Allgäuer Bier (insofern eine Nord-Süddeutsche Koalition). Ein Bier, das in erster Linie wegen des Namens (ja, ich bin miezaffin) auf sich aufmerksam machte, aber insbesondere dem Freund schmeckte.

Die Krume ist mir hier noch etwas zu dicht, deswegen möchte ich beim nächsten Mal das Bier nicht nur erwärmen, sondern kurz köcheln lassen, damit der Alkohol verdampft und die Aktivität der Hefe verbessert wird. Nichtsdestotrotz ist der Teig gut aufgegangen und das verwendete Mehl recht schwer. Das Brot ist kräftig, aromatisch und hält sich recht lange frisch.

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Dazu passt so ziemlich alles Herzhafte und auch Süße, was man mag. Zum Beispiel Radieschenpesto! Warum sollte man auch die (sehr frischen) Blätter von Radieschen wegwerfen? Mit Parmesan und Nüssen (ich habe Paranüsse verwendet) wird daraus ein grünes Multitalent für Nudeln, Brot, Dips und Fisch, das man mal probieren sollte!

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Bierbrot

für ein Brot von 22-26 cm Durchmesser

  • 1 Flasche (0,33l) helles Bier
  • 21g frische Hefe
  • 3 EL Honig
  • 500g Weizenvollkornmehl und etwas zum Bearbeiten
  • 250g Roggenmehl 1150
  • 1,5 EL Salz

Bier erwärmen, bis es lauwarm ist, Hefe dazubröseln und mit Honig verrühren, bis er aufgelöst ist. Gut 5 Minuten stehen lassen, bis sich Blasen bilden. Mehle mit Salz in einer großen Schüssel mische und die Biermischung sowie 175ml lauwarmes Wasser zugeben und zu einem glatten Teig verkneten. Gut eine Stunde an einem warmen Ort (Backofen mit eingeschalteter Lampe) gehen lassen.

Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche kurz kneten, dann rund wirken und in eine mit Backpapier ausgekleidete Springform geben. Mit einem Messer nach Wunsch einschneiden und erneut 30 Minuten warm gehen lassen.

Dann den Ofen auf 200°C Umluft aufheizen und mit einem (ofenfesten) Schälchen Wasser im Ofen etwa 35 Minuten backen. Das Brot sollte sich beim Daraufklopfen hohl anhören.

Etwas auskühlen lassen, dann aus der Form nehmen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.

Rezept von hier

Radieschenblätterpesto

für 3 Gläser à 140ml

  • sehr frische Blätter von 1 Bund Radieschen
  • 50 g Parmesan
  • gut 50g Nüsse (ich: Paranüsse.)
  • Olivenöl
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer und (Orangen)Salz zum Abschmecken
  • nach Wunsch einige Zweige Minze

Blätter waschen, grob zerrupfen und mit dem geriebenen Parmesan sowie den grob gehackten Nüssen(, der Minze) und etwas Öl nach Wunsch fein oder mittelfein pürieren. Soviel Öl zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. In heiß ausgespülte Gläser füllen und mit Öl überschichten.

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Hörnchen für viele Gelegenheiten

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In letzter Zeit gibt es einige Frühstücksrezepte hier auf dem Blog. Tja, zu zweit ist das, vor allem am Wochenende, ja auch schöner. Da nimmt man sich schon mal vor, etwas anderes auf den Tisch zu bringen, Brötchen selbst zu backen oder eben Butterhörnchen. Der Sauerteig ist reaktiviert und darf bald wieder zum Einsatz kommen, die Hefe landet regelmäßig im Einkaufswagen.

Diese Hörnchen hier sind aber nicht so süß, so dass sie auch für Käse oder anderen herzhaften Belag geeignet sind und auch als Pausenverpflegung herhalten können.

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Da das mein erstes Mal war, dass Butterhörnchen gebacken wurden, möchte ich dieses einfache und gute Rezept mit euch teilen. Gefunden habe ich es bei Slava (hier gibt es allerhand Gebäck, stöbert mal herum!).

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Butterhörnchen – nicht zu süß

für 12 Hörnchen

  • 500g Mehl 550
  • 1 TL Salz
  • 2 EL Saure Sahne
  • 1 Ei (Größe M)
  • 3 TL Rapsöl
  • 250ml Milch
  • 1 EL Zucker
  • 21g frische Hefe (1/2 Würfel) (bei langer Führung ber Nacht 10g)
  • Mehl zum Ausrollen
  • ca. 2 EL flüssige Butter, nicht zu heiß
  • Eigelb oder Milch/Sahne zum Bestreichen

Milch erwärmen und lauwarm mit Zucker mischen, bis er vollständig aufgelöst ist. Hefe zerkrümelt dazugeben und 5 Minuten stehen lassen, bis die Mischung leicht anfängt zu schäumen.

Mehl, Salz, saure Sahne, Ei und Öl vermischen und die Hefemischung zugeben. Alles zu einem geschmeidigen Teig kneten (Mixer mit Knethaken, ca. 5 Minuten lang). Den Teig dann mit etwas Mehl in 5 Portionen teilen und diese zu Kugeln formen.

Auf bemehlter Arbeitsfläche die erste geformte Kugel mit dem Nudelholz zu einem flachen Kreis auswellen. Mit Butter bestreichen. Mit der zweiten bis 5. Kugel könnt ihr ebenso verfahren, oder aber diese direkt auf Backpapier ausrollen, so dass ihr diese Teigplatte leicht auf die erste legen könnt. Bis auf die letzte Teigplatte alle Oberseiten mit Butter bestreichen.

Den Teigstapel nun etwas zusammendrücken und mit dem Teigholz weiter gleichmäßig kreisförmig ausrollen. Den Fladen nun in zwölf gleichgroße Stücke schneiden (wie eine Torte). Diese Stücke dann von der breiteren Seite her aufrollen und die Enden leicht nach vorn biegen, so dass eine Halbmondform entsteht. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, dabei genug Abstand zueinander lassen. Mit Frischhaltefolie abgedeckt 1-1,5 Stunden warm gehen lassen. (Achtung: wenn im Ofen mit eingeschaltetem Licht, dann bitte die unteren Schienen nutzen und nach der Halbzeit wechseln.)

Slava schlägt auch eine Variante mit langer Teigführung – über Nacht – vor, bei der nur 10g Hefe verwendet werden sollen.

Ofen bei Ober-/Unterhitze auf 200°C vorheizen und die Hörnchen mit Ei bestreichen. Auf der zweitunteren Schiene 15-20 Minuten backen.

Hier funktioniert auch das Vorbacken (halb so lange, dann abgekühlt in den Tiefkühler) oder einfach fertig gebacken einfrieren und 12-15 Minuten bei 150°C Umluft wieder aufbacken.

Und in der allergrößten Not…

… schmeckt das Brot auch ohne den Käse! Jawohl, hier wird noch Brot gebacken! Gerne mit etwas Motivationsschub seitens des Bread Baking Days, dieses Mal ausgerichtet von Susanne von magentratzerl und dem Motto Sandwichbrot.

Allzu oft nehme ich Brot gar nicht mit als Pausensnack oder Mittagessen, da ich oft das Gefühl habe, zu viel altbackenes Brot zu produzieren, so langsam wie ich es aufbrauche. Mit dem dann wieder etwas Sinnvolles anstellen, bringt mich wiederum erneut in Zugzwang. Ich und Lebensmittel wegwerfen? Das geht nicht gut zusammen. Und so gern ich Panzanella & Co mag, muss es doch nicht dauernd sein. Nun gut. Hier habe ich ein kleines Kastenbrot gebacken. In 3-4 Tagen ist das – allerdings nicht allein – dann auch aufgebraucht und durch das Toasten länger lecker.

Drin stecken Datteln, Honig und Sesam, die das Brot ideal zum Frühstücken aber auch zum Kaffee als Kuchenersatz machen. Als Belag eignet sich von Butter über süßem Aufstrich, Frischkäse bis hin zu würzigem Bergkäse wirklich einiges.

Bei mir sind einmal Salat, würziger Camembert, Elfen-Chutney mit Kürbis, Apfel und Chili und Blaubeeren darauf gelandet, ein anderes Mal Salat, Frischkäse natur, französischer Landkäse und Erdbeeren. Lecker!

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Dattel-Honig-Brot mit Sesam

für eine Kastenform von etwa 22cm Länge

  • 250g Weizenmehl 550
  • 75g Weizenvollkornmehl oder Dinkelmehl 630
  • 1 Packung Trockenhefe
  • 1/2 TL Salz
  • 200ml lauwarmes Wasser
  • 3 EL Honig
  • 3 EL neutrales Öl & etwas zum Ausfetten der Schüssel
  • 75g Datteln, entsteint
  • 2 EL Sesamsamen + einige zum Bestreuen
  • Milch oder Eigelb zum Bepinseln
  • etwas Butter zum Fetten der Form

Mehle mischen, mit Trockenhefe und Salz vermengen. In einem zweiten Gefäß Wasser und Honig verrühren, bis sich der Honig aufgelöst hat. Zum Mehl geben und zusammen mit dem Öl gut verkneten. Den Teig in einer mit etwas Öl ausgestrichenen Schüssel eine Stunde an einem warmen Ort (Backofen mit eingeschaltetem Licht) abgedeckt (Frischhaltefolie) gehen lassen.

In der Zwischenzeit können die Datteln grob gehackt und die Kastenform eingefettet werden.

Datteln und Sesam in den Teig kneten und in die vorbereitete Form geben. Weitere 30 Minuten warm und abgedeckt gehen lassen.

Backofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Brot mit Milch/Eigelb bepinseln und Sesam darauf streuen. Etwa 30 Minuten backen lassen. Falls das Brot zu dunkel wird mit Alufolie abdecken.

Rezept aus Omas Backrezepte, Parragon Verlag.