Statt Platz zu nehmen,…

…nimm dir doch ein Plätzchen! Oder besser zwei und hinsetzen ist natürlich auch in Ordnung, viel gemütlicher. Dazu ein Kaffee? Mit Schokolade? Gern!

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So etwas Ruhe, eine kleine Kaffeepause muss dann auch sein nach zwei Tagen Plätzchen backen (gut, insgesamt hätte auch wie sonst ein Tag gereicht), aber die Planung ließ das nicht zu.

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Bis auf die Wünsche vom Mann (Vanillekipferl und Spitzbuben) sind in diesem Jahr nur neue Sorten auf dem Teller gelandet. Die meisten kann ich verlinken:

Wir starten auf 12 Uhr:

Neros in Tannenform,

darunter Cashew-Ingwer-Kipferl

auf 1 Uhr liegt Shortbread mit Cranberries und Orange ( Rezept s.u.)

auf 3 Uhr Orangen-Monde (sehr lecker!) und links daneben Pistazienmarzipanplätzchen

auf 5 Uhr Pekannuss-Luftschoki-Kekse

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auf 6/7 Uhr Vanillekipferl, dann auf 8 Spitzbuben, darüber Schokotaler mit Karamell und Vanillesalz

und zum Schluss auf 10/11: Baumlebkuchen (Rezept im nächsten Post).

Doch zunächst zum Shortbread:

Shortbread mit Orange und Cranberries

für etwa 50 Stück

  • 60g getrocknete Cranberries
  • 170g Zucker
  • 310g Mehl
  • 225g kalte Butter in kleinen Stücken
  • 1/2 Fläschchen Bittermandelaroma
  • fein abgeriebene Schale von 1 Bioorange
  • 2 EL frisch gepresster Orangensaft
  • etwas Zucker zum Wenden der Kekse vor dem Backen

Cranberries zusammen mit 50g des Zuckers im Standmixer o.ä. kurz zerkleinern oder grob hacken und mit dem Zucker mischen.

Mehl und restlichen Zucker mischen und die Butter zugeben. Mit den Fingerspitzen zu einem streuseligen Teig verarbeiten. Aroma, Orangenschale und die Cranberries mit dem Zucker zugeben und einarbeiten, zuletzt den Saft kurz untermischen.

Aus dem Teig zwei im Durchmesser etwa 4-5cm messende Rollen formen und in Frischhaltefolie gewickelt mindestens 2 Stunden kühlen. (Der Teig kann laut Quelle bis zu 3 Tage im Voraus zubereitet werden.)

Rechtzeitig den Ofen auf 190°C Umluft vorheizen. Teig auswickeln und in etwa 0,7-1cm breite Scheiben schneiden. Nach Belieben in Zucker wälzen und mit Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Etwa 12-15 Minuten backen, so dass die Kekse gerade eben beginnen zu bräunen.

Auskühlen lassen.

Rezept von hier.

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Foamidabel

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Wer macht sich schon Gedanken darüber, wie es eigentlich kommt, dass Sahne steif geschlagen werden kann, dass Eischnee entsteht, dass Brot beim Backen braun wird und einen unwiderstehlichen Geruch entwickelt? Sicher nicht viele. Die (Bio)Chemie dahinter ist zwar komplex, aber nicht unverständlich.

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Ein Beispiel: Seit einiger Zeit geistert eine mysteriöse Substanz durchs Internet und die – insbesondere veganen – Foodblogs: Aquafaba. Bohnenwasser. Gemeint ist damit die Flüssigkeit, die sich vor allem in Konserven von Hülsenfrüchten wie Bohnen oder Kichererbsen befindet und die meist einfach im Ausguss landet. Aufgeschlagen lässt sich diese Flüssigkeit nämlich genau wie Eischnee verwenden, um Baiser, Makronen oder Mousse herzustellen. Aber wie funktioniert das eigentlich?

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Egal, ob man Aquafaba oder Eiklar betrachtet, muss für das Erstellen eines Schaumes zunächst nur eine Bedingung erfüllt sein: Genug Eiweiß in gelöster Form. Ok, schauen wir mal etwas genauer nach – woraus besteht eigentlich Eiweiß? Unabhängig davon, ob es sich um pflanzliches oder tierisches Eiweiß handelt, sind die Bausteine gleich: Aminosäuren (der eine oder andere erinnert sich vielleicht an seinen Bio- oder Chemieunterricht). Diese Aminosäuren werden als lange Kette durch Peptidbindungen aneinandergereiht (man spricht dann von Polypeptiden). In lebenden Zellen, vom Bakterium über Pflanzen bis zum Menschen, sind die Ribosomen die Zellbestandteile, an denen genau dieser Prozess geschieht (die Translation, ein Abschnitt der Proteinbiosynthese). Man nennt diese Aminosäurekette auch Primärstruktur, es ist die Grundlage für den Bau der Proteine.

Je nachdem, welche Aminosäuren wie aneinandergereiht sind, finden verschiedene Wechselwirkungen zwischen diesen Proteinbausteinen statt. Sie können sich anziehen und sogar Bindungen zueinander ausbilden, oder sich abstoßen. Durch diese Bindungen falten sich die Aminosäureketten auf, es bilden sich zum Beispiel schraubenförmige oder gefaltete Abschnitte (Sekundär- und Tetriärstruktur). Einige Proteine sind aus mehreren Aminosäureketten zusammengesetzt und haben somit zudem noch eine Quartärstruktur.

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Und das hat mit dem Eischnee oder Aquafaba-Schnee zu tun? Ja! Denn werden diese Strukturen verändert, zum Beispiel durch Reibung, welche die Bindungskräfte zwischen den Aminosäuren verändert oder aufbricht, ändert sich auch die gesamte Raumstruktur. Dieser Vorgang, bei dem die Tertiär- und Sekundärstruktur in Mitleidenschaft gezogen werden, heißt Denaturierung. Man kann diese Strukturänderung nicht nur durch (Reibungs)Wärme, sondern auch durch die Zugabe von Säure (zum Beispiel Zitronensaft oder Essig), Salzen (darauf gehe ich gleich ein) und Zellgiften wie Alkohol oder Schwermetallen (in der Küche nicht zu empfehlen)  hervorrufen.

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Und was machen wir beim Schlagen von Aquafaba oder Eiklar? Reibung, also starke Bewegung und damit lokal hohe Scherkräfte zuführen. Und gerne gibt man einen Schuss Zitronensaft oder eine Prise Salz dazu. Das Salz sorgt dafür, dass die Löslichkeit der Aminosäureketten verringert wird. Salz besteht aus sehr kleinen Teilchen (Ionen), die Aminosäureketten sind dagegen aus Hunderten Molekülen aufgebaut. Die kleinen Ionen entziehen den Proteinen das Wasser, welches zum Lösen gebraucht wird, das Eiweiß fällt also als fester Bestandteil aus. Die Konkurrenz um Wassermoleküle erleichtert uns also das Produzieren eines Proteingerüstes unter welches dann noch ordentlich Luft eingeschlagen werden kann.

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Dass dieser Prozess (teils) reversibel ist (man spricht von Renaturierung) sieht man zum Beispiel daran, dass bei längerem Stehen wieder etwas Lösung am Gefäßboden des Eischnees auftaucht. Das klappt natürlich nicht bei nachhaltigeren Strukturveränderungen, wie sie zum Beispiel beim Braten eines Omeletts oder Spiegeleis auftreten.

Tjaja, viel ist nötig, damit wir zu einer veganen Lebkuchen-Mousse, einer nicht veganen Orangensahne und buttrigem Shortbread kommen..:

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Vegane Lebkuchenmousse mit Aquafaba

für 5-6 Portionen

  • Flüssigkeit von zwei Dosen Kichererbsen (etwa 250ml)
  • 1/2 TL Zitronensaft
  • 1-2 TL Lebkuchengewürz
  • 1 gute Prise Salz
  • 300g Zartbitterschokolade
  • nach Geschmack noch etwa 50g Puderzucker, gesiebt

Den Kichererbsensud habe ich zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt und auch kalt weiterverarbeitet: In eine große Rührschüssel geben und dann mit dem Schneebesen zügig halbsteif schlagen. Nun Zitronensaft und Salz zufügen und steif schlagen, bis sich die bekannten Spitzen bilden.

In der Zwischenzeit die Schokolade grob zerteilt auf einem Wasserbad schmelzen und das Lebkuchengewürz einrühren. Handwarm abkühlen lassen und dann unter den Schnee heben. Falls gewünscht, noch Puderzucker unterheben.

In Gläser füllen und mindestens zwei Stunden kalt stellen.

Orangenshortbread

für eine Form von etwa 26x26cm (8 Teile bei dieser Form)

  • 150g zimmerwarme Butter und etwas zum Ausfetten der Form
  • 1 Bioorange (Schale)
  • 50g Zucker
  • 200g Mehl 550
  • eine Prise (Orangen-)Salz

Ofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Form fetten und mit Mehl ausstreuen, das Mehl durch Klopfen verteilen und überschüssiges Mehl herausschütteln.

Die Butter in Würfeln mit den restlichen Zutaten in einer Schüssel mit den Fingerspitzen zu einem krümeligen aber homogenen Teig verkneten.

In die Form geben, gut andrücken und mit einer Gabel mehrmals einstechen. Etwa 20 Minuten backen. Es sollte sich dabei nur wenig bräunen.

Noch warm in der Form in Stücke trennen (z.B. mit einer Teigkarte), aber in der Form auskühlen lassen, dann vorsichtig stürzen.

Quelle:

Orangensahne

für 5-6 Portionen

  • 300g Schlagsahne
  • 1 Bio-Orange
  • 16g Vanillezucker
  • nach Belieben 1-2 EL Cointreau

Sahne mit dem Rührbesen halbsteif schlagen. Währenddessen die Orange heiß abwaschen und abtrocknen. mit einem Zestenreißer die Schale abstreifen und für die Dekoration beiseite legen und den Saft auspressen.

Vanillezucker zur Sahne zugeben, dabei weiterschlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und anschließend den Saft zufügen. Nach Wunsch auch den Orangenlikör zugeben. Vor dem Servieren auf die Mousse löffeln oder mit einem Spritzbeutel auftragen und mit den Zesten anrichten.

Kochbuchchallenge 4.4: Ice-Pops

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Ok, ein Eis, dessen Grundlage quasi nur aus Sahne besteht – kann das was sein? Noch bei der Zubereitung kamen mir daran Zweifel. Schließlich verschwende ich ungern Lebensmittel und werfe Misslungenes weg.

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Aber ich muss sagen, dass die restlichen Zutaten, die insbesondere ja das Aroma, nicht die Konsistenz bestimmen, alles gerettet haben. Natürlich ist dieses Eis viel sahniger als die drei bereits vorgestellten Rezepte, aber durch die zugefügten Amarettini, die Zitronen- und Orangenschale und auch den Alkohol (der wie der relativ hohe Fettanteil der Sahne dazu führt, dass sich keine störenden Eiskristalle in der Masse bilden), schmeckt das Ergebnis nicht langweilig und wirkt auch nicht gar so schwer. Insgesamt habe ich aber den Anteil der Zitrusaromen erhöht und beim nächsten Mal werden auch mehr Kekse verwendet. Diese Kombination von knusprig und cremig mag ich nämlich sehr gerne, das kann ruhig mehr betont werden.

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Neapolitanisches Amaretti-Eis

für 6 Formen mit je 50ml Volumen

  • 40g Amaretti(ni)
  • 200g Schlagsahne
  • 1 TL Biozitronenschale, fein gerieben (ich: 2TL)
  • 1/2 TL Bioorangenschale, fein gerieben (ich: 1 TL)
  • 2 EL Amaretto

Die Kekse im Mixer fein zerkrümeln (oder in einen TK-Beutel packen und mit dem Nudelholz einige Male darüber rollen). Sahne steif schlagen. Amarettini, Zitrusschalen und Amaretto unter die Sahne heben.

Eismasse in Förmchen füllen und mindestens 3 Stunden durchfrieren lassen.

Aus:

Von Überfluss und Mangel

Es wäre eine Wiederholung, sollte ich die mal wieder anführen, wie knapp doch die Zeit ist. Die freie Zeit ging dennoch so schnell rum. Der Osterurlaub auf Usedom mit der Familie war verregnet, daher gibt es tatsächlich auch kein einziges Strandbild von mir. Da sich jedes zweite Familienmitglied berufen fühlte, einen Kuchen zur österlichen Kaffeetafel beizusteuern, war hier jedoch Überfluss gegeben.

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Zu spät für dieses, aber vielleicht passend für das nächste Jahr als Nachtrag noch das Karottenkuchenrezept von mir (ich habe die Zutaten für ein Blech verdoppelt, Aprikosenmarzipaneier und Mandeln in Kakaohülle sowie diverse Schokoeier darauf gegeben). Rückblickend zum letzten Jahr – auch hier gab es Karottenkuchen und auch Soleier – wieder passend, denn so ein Kuchen hält sich einfach über mehrere Tage gut und wird sogar besser.

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Und – die Mama hat auf unterschwelliges, wirklich sehr subtiles Bitten von meiner Seite her – tatsächlich den gern getrunkenen Mälzer’schen Orangeneierlikör gemacht – noch ein Rezept für eine eventuelle Eierlikörschwemme. Mal ohne Kuchen und ohne Backen, ohne Zabaione oder Eis. Aber lecker – sogar vom eierlikörverschmähenden Freund als gut trinkbar befundenen – Longdrink.

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Frozen Eierlikör Daiquiri

für 2-3 Gläser

  • 200ml Eiswürfel oder Crushed Eis
  • 125ml (Orangen)Eierlikör
  • 200ml Zitronenlimo (ich: Holsten Fassbrause Zitrone, also quasi alkoholfreies Radler oder Alster)

Eis und Eierlikör mit Standmixer oder dem Pürierstab zerkleinern, auf die Gläser auffüllen und mit Zitronenlimo/Radler auffüllen.

Quelle: lecker.de

(Nicht nur)Abends ins Morgenland

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Schon vor einiger Zeit hatten wir diesen schönen Salat zum Abendessen, der gut vorbereitet werden kann. Die verwendeten Wurzelgemüse passen so gut zum Tahini-Dressing. Diese nussige Note zur Süße der Karotten und Petersilienwurzel mag ich ja sehr. Jan, der sonst nicht so der Freund cremiger Dressings ist, fand es hier aber ebenfalls lecker.Einen Teil der Möhren hatte ich durch rote Bete ersetzt und zum Abkürzen – für die spontane Köchin oder den spontanen Koch – man kann durchaus auf das Einweichen des Couscous‘ verzichten 😉

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Gebackener Salat mit Datteln und Tahin-Dressing

für 2-3 Portionen

  • 60g weiße Quinoa
  • 1/2 Blumenkohl
  • 3 Möhren
  • 3 Pastinaken oder alternativ rote Bete, Petersilienwurzel oder mehr Möhren
  • 1-2 EL Olivenöl
  • Mark von 1/2 Vanilleschote
  • 2 EL Kürbiskerne
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 40g entsteinte Datteln
  • grobes Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • nach Wunsch: Blattspinat (ich habe eine Handvoll Rucola verwendet)
  • 2 EL Orangensaft
  • 1 TL Zitronensaft (je nach Süße des Orangensaftes weniger)
  • 1-2 EL Tahini
  • 1 TL Honig

(Im Original wird das Quinoa mit der doppelten Menge Wasser 12 Stunden eingeweicht, dann abgegossen, heiß abgespült und abgetropft. Ich habe lediglich 30 min quellen lassen, abgespült und dann wie folgt weitergemacht:)

Quinoa mit der doppelten Menge Wasser aufkochen lassen und dann bei geringer Hitze zugedeckt etwa 25 Minuten köcheln lassen. Eventuell überschüssiges Wasser vorsichtig abgießen und das Quinoa ohne Erhitzen ausdampfen und abkühlen lassen.

Währenddessen das Gemüse putzen, waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.

Gemüse mit Olivenöl, Vanilleschotenmark und grobem Salz vermengen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Im Ofen etwa 20 Minuten unter gelegentlichem Wenden backen.

In der Zwischenzeit die Kürbiskerne grob hacken und in einer Pfanne fettfrei anrösten. Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter hacken. (Spinat/Salat waschen, putzen und die Blätter ohne Stiel hacken.) Datteln fein hacken.

Für das Dressing Orangen- und Zitronensaft mit Tahini und Honig verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Gemüse lauwarm abkühlen lassen. Nach Belieben Quinoa, Gemüse, Petersilie, Datteln und Kürbiskerne in einer großen Schale mit dem Dressing  vermengen oder separat anrichten und erneut mit Salz, Pfeffer und Honig abschmecken.

Aus: Veronika Pachala – Gesund Kochen ist Liebe*

 

 

Klitschko-Frühstück

Klitschko-Kuchen wird bei uns der nicht ganz durchgebackene, eben klitschige Kuchen genannt. Etwas flüssiger Teig versteckt sich im Kern – obwohl nicht gewollt, ist man sich einig „das ist das Beste!“ Nun sind diese Muffins hier nicht wirklich klitschig aber dennoch sehr saftig, eben fast wie Müsli am Morgen. Da sie außerdem vollwertig sind und sehr gut sättigen, können sie absolut als Frühstück herhalten. Frisches Obst und Samen bringen Süße, so braucht man gar nicht so viel Zucker. Ein gesundes Goodie für Zorras Geburtstagstisch!

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Sonnenblumenkerne und Vollkornmehl sowie Himbeeren, Orange und Apfel sorgen für eine eher puddingartige Konsistenz. Wer das nicht schätzt, bäckt 2-4 Minuten länger.

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Frühstücksmuffins mit Apfel, Orange und Himbeeren

für 18 kleine Förmchen (das ergibt wohl etwa 9-10 Muffins auf einem 12er Blech)

  • 80g brauner Zucker (ich: Tate & Lyle)
  • 2 Eier
  • fein geriebene Schale und Saft von zwei Bio-Orangen
  • 160g Joghurt (0,1% Fett)
  • 1 Apfel (Elstar) geschält und fein geraspelt
  • 240g Weizenvollkornmehl
  • 1 TL Zimt
  • 1,5 TL Backpulver
  • 40g Sonnenblumenkerne
  • ca. 100g Himbeeren (TK, gefroren)

Den Ofen auf 200°C vorheizen. Eier und Zucker schaumig rühren, Orangenschale und -saft, geriebenen Apfel und Joghurt unterrühren. Zügig Zimt, Mehl, Backpulver und Sonnenblumenkerne zugeben und verrühren. Dann Förmchen zur Hälfte mit dem Teig füllen und mit 2-3 Himbeeren belegen. Für etwa 15 Minuten backen (Stäbchenprobe!).

Gefunden habe ich das Rezept schon vor einiger Zeit hier.

Mein zweites Rezept für Zorras Geburtstagsevent mit dem Thema Muffins. Ich hoffe, es folgen viele weitere BlogEvents. Sie sind immer Anlass, Neues zu probieren und Inspirationsquelle, wie Zorras Blog auch.

Geburtstags-Blog-Event CXXIV - Muffins (Einsendeschluss 15. Oktober 2016 - Icons made by Freepik from www.flaticon.com)

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Für Schneckenliebhaber

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Noch ein Kuchen – aber ich backe nicht nur. Dieser Kuchen kam jedoch so gut an, dass ich das Rezept teilen möchte. Und es ist schon wieder ein Schneckenkuchen, der 5. bereits, den ich hier verblogge. Aber diese Sorte Kuchen ist schön anzusehen und dabei gar nicht schwer zu machen.Die Füllungen sind genauso variabel wie für Hefe- oder andere Zöpfe (welche eine Alternative zu den Schnecken wären) und man kann sie durch das Backen in einer (Spring)Form gut transportieren.

Die Schnecken heute sind mit Kürbisbutter gefüllt. Schneckenkuchen mit Kürbis habe ich bereits vor einem Jahr hier gezeigt, aber da kam das Gemüse in den Teig, nicht in die Füllung. Als Guss kommt nussiges Sesammus – Tahini – dazu. Ein perfekter Partner für den süß-erdigen Kürbis.

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Bei meiner Menge Kürbisbutter blieb am Ende noch etwas übrig, was sich aber zum einen zum Bereiten von Kürbis-Latte (Rezept unten), aber auch für eine Füllung für Filoteig oder Crêpes sowie als Brotaufstrich (passt sehr gut zu Käse!) eignet.

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Der Hefeteig stammt vom Mohnzopfrezept und wird mit einem Vorteig (Biga) bereitet, der 10-12 Stunden Zeit zum Entwickeln benötigt.

Hefeschneckenkuchen mit Kürbisbutter und Tahiniguss

für eine Springform mit einem Durchmesser von 26-28cm

für den Teig

Biga

  • 2g frische Hefe
  • 125g Mehl 405
  • 75ml lauwarmes Wasser
  • 75ml lauwarme Milch

Die Hefe zum Mehl in eine Schüssel fein zerkrümeln und mit Milch und Wasser zu einem flüssig-zähen Teig verrühren (Holzlöffel). Schüssel mit Frischhaltefolie bedecken und bei Raumtemperatur mindestens 12h gehen lassen.

für die Kürbisbutter

  • ein kleiner Hokkaido ungeputzt ca. 1kg
  • 1/4 TL frischer, fein geriebener Ingwer
  • 50ml Apfelsaft
  • 100g weicher brauner Zucker (ich: Tate & Lyle Dark soft brown)
  • 1 TL Zimt
  • 1/8 TL geriebene Muskatnuss
  • 1/8 TL gemahlene Nelken
  • 1 TL Orangensaft
  • 1/2 TL Vanilleextrakt
  • 1 Prise Orangensalz

Den Kürbis waschen und putzen, dabei Stiel, Blütenansatz und Kerngehäuse entfernen. Mit Schale in etwa gleich große Würfel (etwa 2cm Kantenlänge) schneiden und auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech verteilen. Im Ofen bei 180°C ca. 30-35 Minuten garen, bis der Kürbis weich ist. Etwas abkühlen lassen.

Dann mit den restlichen Zutaten pürieren. Wer mag, kann die Mischung noch durch ein Sieb passieren, darauf habe ich verzichtet.

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weitere Zutaten für den Teig

  • 375g Mehl 550 und etwas zum Kneten
  • 10g Vanillezucker
  • 40g Zucker
  • 1 TL Salz
  • 3g frische Hefe
  • 100ml lauwarme Milch und etwas zum Einstreichen
  • 50g weiche Butter in Flöckchen und etwas zum Einfetten der Form

Alle Zutaten  zum Vorteig geben und mindestens 5 Minuten lang zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Dieser sollte nicht mehr kleben. In einer abgedeckten Schüssel an einem warmen Ort (z.B. Backofen mit eingeschaltetem Licht) gehen lassen, bis der Teig sich in seinem Volumen verdoppelt hat, etwa 1-2h.

Springform mit Backpapier auslegen (Boden) und den Rand fetten. Den Teig kurz durchkneten (ggf. mit etwas Mehl bestäuben), zu einem großen Rechteck mit etwa 40 x 60 cm Kantenlängen ausrollen. Mit der Kürbisbutter etwa 0,5 cm dick bestreichen, dabei an einer langen Seite etwas Platz lassen. Von der langen Seite her aufrollen und anschließend in etwa 2 cm breite Scheiben schneiden. In die vorbereitete Springform geben, dabei etwas Platz zwischen den einzelnen Scheiben lassen. Erneut 30 Minuten warm gehen lassen.

Dann mit etwas Milch oder Sahne einpinseln und bei 200°C Ober-/Unterhitze 15 Minuten backen. Hitze auf 175°C reduzieren und weitere 10-12 Minuten backen. (Stäbchenprobe)

für den Tahiniguss

  • 60g Puderzucker, gesiebt
  • 3 EL gut durchgerührtes Tahini (Sesammus, erhältlich im Feinkostregal, Biomarkt oder asiat./oriental. Supermarkt)
  • 2,5 EL Wasser

Alle Zutaten gut miteinander verrühren und über den noch warmen Kuchen geben.

Falls ihr Gefallen an den Schnecken bekommen habt, und weitere Ideen ansehen möchtet, werdet ihr bei mir hier fündig: Kirschschnecken mit Zitronenguss, Schneckenkuchen mit Schoko-Kaffee-Füllung und Frischkäseguss mit Espressosirup, Hefeschnecken mit Schlehenmus und Walnusskrokant, Kürbis-Zimtschnecken mit Haselnüssen und Frischkäseguss

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Kürbis-Latte

für ein Glas/eine Tasse

  • 2 EL Kürbisbutter
  • 200-250ml Milch
  • Zimt oder Kakaopulver zum Bestäuben

Die Milch erhitzen, bis sie dampft. 50-100ml davon abnehmen und aufschäumen. Die restliche Milch mit der Kürbisbutter in einem hohen Gefäß pürieren. Wer keine Stückchen im Getränk möchte, passiert die Mischung durch ein feines Sieb.

Milchschaum auf die Kürbismilch geben und nach Wunsch mit Zimt oder Kakao bestäuben.

Schlangenbeschwörung a cappella

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Schon als kleines Kind habe ich auf Töpfen rumgetrommelt. In der Küche auf dem Boden sitzend, während Mama kochte. Meine Eltern haben mich aber auch im Sinne der musikalischen Frühförderung mit Triangel, Blockflöte, Xylophon etc ausgestattet. Lange durchgehalten habe ich nie, auch, weil ich keinen Unterricht hatte und es selbst nicht so einfach war, der Mundharmonika angenehme Töne zu entlocken. Manchmal wäre es schön, ein Instrument spielen zu können, aber das ist ein Umstand, den man bedauern kann aber nicht muss. Es gibt ja genug anderes, dass man bespielen kann und bei dem die Zeit besser aufgehoben ist. Für mich zumindest. Schließlich hat nicht jeder Talent zum Musizieren. Im Chor habe ich meist nach Gehör gesungen, das Notenlesen dauert für mich ohne Übung einfach zu lange. Und für mein Wunschinstrument (Querflöte, Ian Anderson ist schuld) wäre das wohl sinnvoller.

Nun denn, während man diese Marokkanische Schlange zubereitet, kann man auf die typische Flöte getrost verzichten. Es braucht allerdings etwas Geschick (oder etwas mehr Teig zum Flicken). Die M’han(n)cha/M’hencha ist ein typisch orientalisches Gebäck. Knuspriger hauchdünner Filoteig, eine reichhaltige Füllung. In diesem Fall mit Mandeln, Pistazien, Rosenwasser und Zitrusaromen, aber es gibt ebenso Rezepte mit getrockneten Feigen oder Datteln und auch herzhafte Füllungen.

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Hier ein Jamie-Rezept. Perfekt für die kälter werdenden Tage.

M’hancha mit Mandeln und Pistazien

für einen Kuchen von ca. 25cm Durchmesser

  • eine Packung Filoteig (es wird nicht alles gebraucht)
  • 375g weiche Butter und etwas geschmolzene Butter
  • 375g Puderzucker und etwas zum Bestreuen
  • 3 große Eier
  • 375g gemahlene Mandeln
  • Schale von einer unbehandelten Zitrone
  • Schale von einer unbehandelten Orange
  • 4 EL Rosenwasser
  • 1 gehäufter EL Mehl
  • 50g Pistazien, grob gehackt (ich: geröstet)

Filoteig und Eier sollten Zimmertemperatur haben, daher rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. Butter und Puderzucker mit dem Mixer cremig rühren. Dann die Eier nacheinander unterschlagen. Die Mandeln, Zitrusschalen, Rosenwasser, Mehl und Pistazien unterrühren.

Filoteig auf einer trockenen Arbeitsplatte miteinander überlappen auslegen. Die Füllung vorsichtig dünn verstreichen. Dabei nach oben und unten und am ersten bzw. letzten Filoteigblatt auch an der jeweils äußeren Seite Platz lassen (nach außen ca. 7cm, nach oben/unten ca. 3cm). Vorsichtig zu einer Spirale/Schlange zusammenrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech geben. Falls der Teig bei der Prozedur reißt, die bestroffenen Stellen mit Stücken Filo und etwas flüssiger Butter „kitten“. Mit flüssiger Butter bestreichen und 30-40 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Umluft) goldbraun backen. Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

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Mit ganzen Früchten – Orangenkuchen nach Yvette van Boven

Der erste Happen vom Kuchen verschwand im Mund. Dann große Augen: „So orangig!“ Und die Ankündigung, dass damit der erste Geburtstagswunsch feststeht. „In groß!“

Ok, verstanden. Auch bei den Kollegen kam der Kuchen gut an – er war meine glutenfreie Alternative auf dem Kuchenbuffet.

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Orangiger kann ein Kuchen in der Tat kaum sein, denn hier wird die Frucht gänzlich verarbeitet. Das Kochen der ganzen Orangen kostet etwas Zeit, aber dafür ist die Zubereitung sehr unkompliziert. Anstelle von Mehl werden gemahlene Mandeln und Polenta verwendet und wer möchte gibt noch in Sirup gegarte Orangenscheiben auf den Kuchen.

Orangenkuchen mit Polenta nach Yvette van Boven

für eine Springform von 18-20cm Durchmesser (für einen Durchmesser von 26-28cm Zutaten verdoppeln)

  • 1 Bioorange (& eine weitere für den Belag)
  • Saft von 1/2 Zitrone (1,5-2 EL)
  • 50g Polenta
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 TL selbst angesetzten Vanillezucker
  • 50g gemahlene Mandeln (müssen nicht blanchiert sein)
  • 3 Eier
  • 125g Rohrohrzucker (& 65g für den Belag)

Die Orange in einem Topf (nahezu) vollständig mit Wasser bedecken und mit Deckel eine Stunde lang kochen, bis die Orange weich ist. 125ml Wasser abmessen und beiseite stellen, restliches Wasser abgießen. Orange abkühlen lassen.

Für den Belag die zweite Orange nach Wunsch wie zum Filetieren schälen. Dazu oberes und unteres Ende quer abschneiden, die Orange auf ein Brett o.ä. stellen und dann die Schale mit einem scharfen Messer von oben nach unten kurvenförmig abschneiden. Die weiße Haut sollte eben gerade entfernt worden sein.

Man kann die Orangen auch einfach quer in dünne Scheiben (2-3mm) schneiden. Die Schale wird beim Kochen weich, aber das schmeckt nicht jedem.

Das aufgefangene Wasser und den Zucker für den Belag dann im Topf wieder aufkochen lassen und rühren, bis der Zucker vollständig aufgelöst ist.  Die Orangenscheiben vorsichtig dazugeben und einmal im Sirup aufkochen lassen. Den Topf von der Flamme nehmen und abkühlen lassen. Die abgekühlten Orangenscheiben dann abtropfen lassen. Den Sirup kann man sehr gut für das Aromatisieren von Wasser, Tee oder anderen Getränken nutzen oder ihn auf Joghurt geben.

Form mit Backpapier auskleiden (Boden) und Rand einfetten. Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Orange in einem hohen Gefäß pürieren, dabei auf Kerne achten und diese ggf. entfernen. Mit Polenta, Mandeln und Backpulver und Vanillezucker mischen.

In einem zweiten Gefäß die Eier mit Zucker weiß schaumig schlagen und die Orangenmasse vorsichtig darunterrühren (Löffel, kein Mixer). In die Form geben und glatt streichen. 30-35 Minuten goldbraun backen, bei größerer Form ggf. länger (Stäbchenprobe!). Auskühlen lassen, dann mit Orangenscheiben belegen.

Schmeckt pur, mit einem Klecks saurer Sahne oder einer Kugel Vanilleeis. Da der Kuchen lange frisch bleibt, eignet er sich auch gut für ein Picknick und kann problemlos 2 oder 3 Tage nach Zubereitung genossen werden.

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Quelle: Home Made

Die Frage „Können wir das nicht auch mit Limetten machen?“ wird dann wohl demnächst beantwortet. Ich denke, hierzu sollte dann tatsächlich etwas milchsaures zum Ausgleich dabei sein. Abwarten!