Z wie…

Zucchini! Zugegeben, das war sehr naheliegend. Vielleicht schaffe ich ja noch ein weiteres „Z“. Während bei uns gerne Zucchini mariniert als Ofen- oder Grillgemüse zum Einsatz kommen, habe ich dieses Mal ein Portionen-Gratin versucht.

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Das Bedarf in diesem Fall etwas mehr Zeit, da erst ein Kartoffelpüree zubereitet wird, welches dann mit Zucchini, gedünsteten Zwiebeln, Quark und Kräutern im blanchierten Zucchinimantel gebacken wird.

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Zu Salat oder einfach allein, als kleine Vorspeise oder Hauptmahlzeit lässt sich dieses Gratin genießen. Bei der Tomateninsel werden gerade Rezepte mit Z gesucht. Noch ist Zeit, die zZz-Gerichte aus dem Schlummer zu wecken!

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Hier also mein Beitrag:

Zucchinigratin

für 3 kleine Gratins

  • 1 1/2 kleine Zucchini
  • 200g mehligkochende Kartoffeln
  • 20g Butter (1 EL) und etwas zum Fetten der Förmchen
  • 1 Schalotte
  • 75g Magerquark
  • 1 Ei
  • 1 EL frische gehackte Petersilie
  • 25g Parmesan
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Muskat

Von der Zucchini 6 dünne Streifen längs abschneiden. In Salzwasser 2-3 Minuten blanchieren, kalt abschrecken und vorsichtig zwischen Küchentüchern abtupfen.

Den Rest grob hobeln. Kartoffeln schälen und im Salzwasser weich kochen. Abgießen, zerstampfen und ausdampfen lassen.

In der Zwischenzeit den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. 3 Servierringe mit etwa 8cm Durchmesser innen leicht fetten. Schalotten fein würfeln und in zerlassener Butter glasig und weich dünsten.

Ei trennen und Eiweiß steif schlagen. Quark mit Petersilie, geriebenem Parmesan, Zucchini, Ei, den Schalotten und den Kartoffeln vermengen. Salzen, pfeffern und mit Muskat abschmecken. Eiweiß unterheben.

Förmchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech stellen. Rand der Förmchen mit Zucchinischeiben auslegen und die Kartoffelmasse einfüllen. Auf mittlerer Schiene etwa 30 Minuten backen. Dann nach Belieben noch weitere 4-5 Minuten unter zugeschaltetem Grill bräunen.

Mit einem Pfannenwender mit dem Servierring auf den Teller heben und die Form (ggf. vorher mit einem spitzen, dünnen Messer Festgebackenes lösen – ging bei mir ohne) nach oben wegheben.

Abgewandelt nach eatsmarter

Wir kochen uns durch das Alphabet - Z

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Kochbuchchallenge 3.2: Veggiestan

Wenn der Mann sagt „Ich bin ja wirklich ein Reiskind, aber das hier könnte ich mir wirklich als gute Alternative, vielleicht sogar als Ersatz vorstellen. Das schmeckt richtig, richtig gut!“, dann will das was heißen.

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Im Gegensatz zu mir könnte er viel leichter auf Kartoffeln als auf Reis verzichten. Zumindest war das bisher so. Denn jetzt – tada – hat er Buchweizen, genauer gesagt Kasha – also gerösteten Buchweizen kennen und schätzen gelernt. Und diesen nussigen Geschmack, den dieses Korn mitbringt, kennt man von Reis so natürlich nicht. Dabei ist die Zubereitung denkbar einfach, aber dazu später.

Das Rezept stammt auch wieder aus dem Buch Veggiestan (ich muss dazu sagen, dass ich die englische Ausgabe besitze, aber die deutsche als Quelle verlinke). Im Buch findet man Rezepte, die orientalischen Ursprungs, oder orientalisch inspiriert sind und zumeist auch bebildert. Meistens gibt es kleine Anekdoten zu den Reaktionen auf das Essen, zur Geschichte oder Herkunft des Rezepts oder Hinweise wie man das Gericht kombinieren kann. Von Salaten, Suppen, Getreide- und Hülsenfrüchten über Gemüse und Süßes bis zu Eingemachtem und Konserviertem reicht die Bandbreite und noch viele Merkzettel stecken in diesem Buch.

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Jan hat sich also auch Kasha ausgesucht. Der Buchweizen wird geröstet und dann mit der Gemüsebrühe gegart, ähnlich wie Risotto (ich habe ein Buchweizenrisotto auch hier schon verbloggt). Dazu kommt pfannengeschwenktes Gemüse und frischer Dill.

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Salat mit geröstetem Buchweizen – Kasha

für 3-4 Portionen als Hauptgericht – am besten warm gegessen

  • 100g Buchweizen
  • 2-3 Frühlingszwiebeln
  • 200ml Gemüsebrühe
  • 1/2 Bund Radieschen (im Original kommt noch 1/2 Fenchelknolle dazu – der Mann mag sie nicht, wenn er sie sehen kann 😉 )
  • ca. 2 EL Raps- oder Sonnenblumenöl zum Braten
  • 150g Kaiserschoten/Zuckerschoten
  • 1 kleine Handvoll frischer Dill (oder 1 gehäufter TL getrocknete Dillspitzen)
  • 42g Erdnüsse (ich habe Haselnüsse verwendet)
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 2-3 EL griechischer Joghurt

Buchweizen ohne Fett in einer Pfanne rösten, bis er anfängt nussig zu duften und zu knistern. Abkühlen lassen.

Die Hälfte der Frühlingszwiebeln in feine Ringe, den Rest in Streifen schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und  die Frühlingszwiebelringe anbraten. Buchweizen und Brühe zugeben und aufkochen lassen. Die Hitze reduzieren, sodass die Mischung nur eben leicht köchelt. Etwa 40 Minuten garen lassen, dabei nach etwa 20 Minuten gut auflockern.

In der Zwischenzeit Radieschen putzen und in nicht zu dünne Scheiben, Zuckerschoten putzen und schräg in Stücke schneiden. Dill abbrausen, trocken tupfen und grob hacken.

Wenn der Buchweizen gar ist, Öl in einer zweiten Pfanne erhitzen und die verbliebenen Frühlingszwiebeln, Radieschen, Zuckerschoten und Dill zugeben und etwa 2 Minuten andünsten. Das Gemüse soll immer noch bissfest bleiben. Nüsse zugeben und weitere 1-2 Minuten braten, dann vom Herd nehmen. Kasha gut mit Salz und Pfeffer abschmecken, das Gemüse unterrühren oder darauf servieren und einen EL Joghurt dazu geben.

Aus:

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Lauch aus der Pfanne

Nun ist es schon fast soweit – das Blogevent neigt sich dem Ende zu. Und ich habe auch noch ein Rezept, das ich mit euch teilen möchte. Ein typisches Wintergemüse – Lauch – wird zunächst in Weißwein in der Pfanne gedünstet und anschließend geschmort. Der Sud wird würzig eingekocht und dann über den Lauch gegeben, dazu kommt Ziegenfrischkäse. Ein leichtes Abendessen (eigentlich als Vorspeise konzipiert) von Yotam Ottolenghi, der mich ja laufend dazu anregt, neue Gerichte auszutesten.

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Geschmorter Lauch mit Ziegenfrischkäse

für eine Portion oder 2-3 Vorspeisenportionen

  • 2-3 Stangen Lauch, möglichst dünn
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100ml trockener Weißwein
  • 1,5 EL Olivenöl
  • 125ml Wasser
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 10g Rosinen
  • 1/4 rote Zwiebel
  • 1 TL Weißweinessig
  • 1 TL brauner Zucker
  • 1,5 EL Rapsöl (ursprünglich: Sonnenblumenöl)
  • 40g Ziegenfrischkäse
  • ein paar Petersilienblättchen (original: Kerbel)

Vom Lauch nur die weißen und hellgrünen Teile verwenden, den Rest abschneiden und ggf. für eine Brühe oder Suppe nutzen. Die gewünschten Lauchstücke nun einmal längs aufschneiden, damit die einzelnen Ringe frei liegen und Sand weggespült werden kann. Nah dem Waschen gut abtupfen und in ca. 10cm lange Stücke schneiden. Knoblauch schälen und in feine Ringe schneiden.

Lauch mit Lorbeerblättern, Wein, Olivenöl, Knoblauch und Wasser in eine Pfanne geben. Der Lauch sollte etwa bis zur Hälfte in der Flüssigkeit liegen. Zum Kochen bringen und je nach Dicke 30 Minuten bis 1 Stunde simmern lassen. Dabei den Lauch mindestens einmal drehen. Das Gemüse ist gar, wenn man problemlos mit einem scharfen Messer hineinfahren kann.

In der Zwischenzeit die Zwiebel fein hacken und die übrigen Zutaten bereitstellen. Petersilie waschen und trocken tupfen.

Den Lauch mit möglichst wenig Flüssigkeit aus der Pfanne nehmen und beiseite legen, den übrigen Sud bis auf ca. 1 EL einköcheln lassen (falls nötig etwas Wasser zugeben), mit Salz und Pfeffer würzen. Zwiebeln und Rosinen, Essig und Zucker einrühren. Vom Herd nehmen. In einer anderen Pfanne das übrige Öl erhitzen und den Lauch darin goldbraun anbraten. Auf einem Teller anrichten und mit der Reduktion begießen. Den Ziegenfrischkäse darüberkrümeln und mit Petersilie anrichten.

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Alles auf einmal

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Ich weiß ja nicht, wie euer Dezember, eure Weihnachtstage und die Zeit zwischen den Jahren verlaufen ist, aber hier war einfach verdammt viel los. Familie besuchen, feiern, Zeit mit dem Freund verbringen, kaum zu Hause, Silvester bei Freunden, Neujahrsracletteresteessen, Zeit zu zweit und wieder kaum zu Hause. Und dann kaum Zeit zum Bloggen. Das ist nicht unbedingt schlecht, aber insofern schade, als dass ich Zorras Blogevent, das ich thematisch ja bestimmen durfte, viel zu wenig Aufmerksamtkeit schenken konnte.

Endlich, endlich kommt hier aber auch mein erster Beitrag, alles auf einmal findet auch hier statt, zumindest landet am Ende alles in einer einzigen Pfanne. Wir gehen also sparsam ins neue Jahr (sowohl was die Ausgaben für die Zutaten, die Kalorien als auch den Abwasch angeht):

Tomaten-Pak Choi-Eier-Pfanne

für 3-4 Portionen

  • 2 Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Olivenöl
  • 3 TL Ancho-Chili-Pulver (ich habe meines im neu eröffneten Violas‘ in Lübeck erworben, aber auch das von Boomers* kann ich empfehlen)
  • 2 kleine Dosen Tomatenstücke (850ml)
  • 500ml Gemüsebrühe
  • 1 TL Salz
  • 1/4 TL Zucker
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 5 kleine Kartoffeln
  • 2 kleine Pak Choi
  • 6 Eier
  • 60g Ziegenfrischkäse

Schalotten und Knoblauchzehen schälen und fein hacken. In einer Pfanne mit hohem Rand in 1 EL Öl glasig dünsten. dann 2 TL des Chilipulvers zugeben und einige Sekunden anrösten. Mit Tomaten und Gemüsebrühe ablöschen und bei mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Zucker würzen.

In der Zwischenzeit Kartoffeln schälen, waschen und in Würfel mit etwa 1cm Kantenlänge schneiden. Pak Choi putzen und grob schneiden.

Pfanneninhalt in ein hohes Gefäß geben und mit einem Pürierstab glatt pürieren.

In die Pfanne Öl, Kartoffeln und das restliche Chilipulver außen knusprig braten. Die pürierte Tomatensauce zu den Kartoffeln geben und diese zusammen mit dem Pak Choi in ca. 10 Minuten bei niedriger Hitze köcheln. Nun die Sauce abschmecken und anschließend in der Pfanne verteilt die Eier in die Sauce aufschlagen. Abgedeckt etwa 5 Minuten garen lassen.

Auf dem Teller mit zerzupftem Ziegenfrischkäse servieren (und nach Belieben mit ein paar Pak Choi-Zupfern für etwas mehr Farbe).

Brot zum Aufsaugen der Sauce bieten sich an, uns hat es so auch gereicht.

Abgewandelt von hier.

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Macht gerne noch mit beim Blogevent!

Blog-Event CXXVI - Aus der Pfanne (Einsendeschluss 15. Januar 2017)

Gebacken und gedippt

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Noch ein Monat, noch vier Wochen, noch … ich möchte gar nicht die Anzahl der Tage hier aufschreiben. Die Zeit rennt gerade und noch nicht ein einziges Weihnachtsplätzchen hat es in meinen Ofen geschafft. Gerade bleibt gar nicht so viel Muße zum Kochen und Backen, wie ich gern hätte. Nein, die Geschenke sind auch noch nicht gefunden, geschweige denn eingepackt. Zum einen gab es noch nicht für alle die zündende Idee, zum anderen habe ich das Gefühl, dass sich ein nicht auskurierter Infekt immer mal wieder nach oben arbeitet.

Unangenehm das.. Watte im Kopf. Da kann es auch mal ein Essen sein, bei dessen Zubereitung man nicht denken muss und sich auch noch etwas ruhen lässt, während der Ofen seine Arbeit verrichtet. Es gibt Selleriepommes mit Dukkah und Zitronen-Chili-Mayo. Gut, die Pommes sind nicht so knusprig, wie man das vom den kartoffligen Vorbildern kennt. Vielleicht hilft eine Zeit unter dem Grill?

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Bei Dukkah oder Duqqa handelt es sich um eine Gewürzmischung mit Nüssen, die aus dem nordafrikanischen Raum stammt. Ich verwende sie gern zu gebackenem oder auch rohem Gemüse, zu weich gekochten Eiern  oder mit Olivenöl zusammen zum Stippen von Brot. Meine verwendete Mischung stammt aus Gemüse essen* aber es gibt zig Varianten.

Die Mayo enthält kein Ei, dafür aber Milch und ist sehr einfach herzustellen. Darauf gekommen bin ich, als ich das Foto der Mayonnaisezutaten bei kasteninblau auf Instagram gesehen habe (Doreens Rezept findet ihr hier). Alternativ könnt ihr auch auf einen Joghurt- oder Frischkäsedip zurückgreiden – wie ihr wollt!

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Sellerie-Pommes mit Dukkah und Zitronen-Chili-Mayo

für zwei Portionen als Beilage

für den/die/das Dukkah (die erhaltene Menge ist größer als die verwendete. Jedoch lässt sich die Gewürzmischung gut mehrere Wochen in einer luftdicht verschlossenen Dose im Kühlschrank aufbewahren.)

  • 50g ganze Mandeln
  • 50g ganze Haselnüsse
  • 1/2 EL Koriandersamen
  • 1/2 EL Kreuzkümmelsamen
  • 25g Sesam
  • 2 Messerspitzen Muskat
  • 2 gute Prisen Meersalz in Flocken
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Nüsse, Mandeln und Sesam mit Koriander und Kreuzkümmel auf einem Backblech mischen und 10 Minuten unter Aufsicht rösten. Nach dem Abkühlen im Mörser oder einem Zerkleinerer grob zerkleinern. Die restlichen Zutaten untermischen.

für die Sellerie-Pommes

  • 1/2 Sellerieknolle (ca. 750g ungeputzt)
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Dukkah
  • etwas Salz nach Geschmack

Den Ofen auf 200°C erhitzen. Sellerie putzen, schälen und in Scheiben, dann in Stifte mit etwa 1cm Kantenlänge schneiden. Auf ein Backblech mit Backpapier oder -folie geben, mIt Öl und Dukkah vermengen und etwa 25 Minuten backen. Nach Belieben salzen.

für die Zitronen-Chili-Mayo

  • 75ml Milch
  • Saft und abgeriebene Schale von 1/2 Zitrone (ggf. etwas mehr)
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • Chilipulver nach Geschmack
  • (Orangen-)Salz und frisch geriebener schwarzer Pfeffer
  • 125ml Rapsöl
  • Zitronenzesten und Chiliflocken nach Belieben

Milch mit Zitronensaft, -schale und Senf und Chilipulver in einen Pürierbecher geben und aufschlagen. Öl in einem dünnen, gleichmäßigen Strahl zufließen lassen, dabei weiter mit dem Pürierstab bearbeiten. Abschmecken und zum Andicken ggf. einige Zeit in den Kühlschrank stellen.

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Aus Überzeugung

Nein, so wirklich politisch möchte ich hier nicht werden. Obwohl mich vieles erschreckt hat und man vielleicht auch hierzulande mit Wahlergebnissen rechnen muss, die nicht der eigenen Überzeugung entsprechen. Überzeugung.. irgendwie ein Begriff hinter dem sich so viel verbergen kann. Seiner Überzeugung treu bleiben – muss man? (immer?) Aus Überzeugung handeln – darf man? (immer?) Jemanden überzeugen – auf Teufel komm raus? Kognitive Schwächen und Faulheit anderer ausnutzend? Es ist schwierig. Natürlich sollte man zu seiner Meinung und Überzeugung stehen, aber diese sollte nicht unumstößlich sein. Sie sollte Raum für Entwicklung zulassen, dazu selbst überzeugt werden zu können. Andere zu überzeugen muss auch mit Verantwortung für diese anderen einhergehen. Die Gefahr der Demokratie liegt eben auch darin, dass sie funktioniert. Nichtsdestotrotz sind viele der Überzeugung, dass da drüben gerade einiges im Argen ist, dass nicht alle ihrer Überzeugung nach gehandelt haben, eben nicht gehandelt haben. Dass einer überzeugt hat, der demokratisches Handeln nur dann für richtig hält, wenn es ihm zugute kommt. Das Schlimme: Es ist nicht nur einer. Nicht nur einer, der jetzt handeln kann, beeinflussen, vielleicht überzeugen kann. Dass Impfungen falsch sind, dass Evolution nicht existiert, dass ganze Völkergruppen schlecht sein sollen.

Einem naturwissenschaftlich und auch ethisch geprägtem, mündigen Menschen, muss so etwas zwangsläufig sauer aufstoßen. Man hofft, dass diese Entwicklung schnell wieder umgekehrt wird, sich quasi selbst abschafft. Immerhin besteht ja die Möglichkeit.

Wie finde ich jetzt eine geeignete Überleitung zum Rezept? Absolut gar nicht!

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Hier also ein Rezept, dass so gar nichts mit der gegenwärtigen politischen Entwicklung zu tun hat, denn es ist ganz nach meinem Geschmack. Im Original kommt dieser gulaschartige Eintopf aus Griechenland und wird mit Rind- oder Lammfleisch zubereitet. Die warme Würze, den der Zimt mitbringt, hat mich gleich beim ersten Mal überzeugt. Mit Gemüsebrühe zubereitet anstatt mit Rotwein schmeckt mir das Gericht sogar besser.

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Pilz-Stiffado

für 2-3 Portionen

  • 500g Pilze (ich: braune Champignons)
  • 500g Zwiebeln (ich: Schalotten und Küchenzwiebel gemischt, aber auch mit roten Zwiebeln habe ich es schon gekocht)
  • 1 rote oder orange Paprika
  • 4-5 EL Olivenöl
  • 4 Zimtstangen
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL Zucker (ich: brauner Zucker)
  • 5 EL Rotweinessig (ich: 3 EL Rotweinessig, 2 EL milder Balsamico)
  • 150ml Rotwein oder Gemüsebrühe, nach Bedarf etwas mehr
  • 2 Lorbeerblätter
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • evtl. zum Servieren: Reis, Fladenbrot oder Tortillafladen

Pilze putzen, nach Größe vierteln oder halbieren. Zwiebeln schälen und in gleich große Spalten schneiden (etwa 1cm breit). Paprika putzen und fein würfeln.

Öl in einem großen Topf erhitzen und Pilze und Zwiebeln etwa 5 Minuten bei größerer Hitze anbraten, bis die Zwiebeln gut gebräunt sind. Paprika zugeben und bei mittlerer Hitze unter Rühren ebenfalls etwa 5 Minuten anbraten. Nun das Tomatenmark und die Zimtstangen zugeben und kurz anrösten. Mit Essig und Wein bzw. Brühe ablöschen. Lorbeer zugeben und bei kleiner Hitze abgedeckt etwa 45- 60 Minuten köcheln lassen. Bedeckt die Flüssigkeit Pilze und Gemüse nicht mehr eben, etwas Brühe oder Wasser zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und nach Belieben pur oder Mit Reis bzw. Brot servieren.

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aus: Veggiestan (deutsche Version: Klick)

Herbstnocken

Es wird kälter draußen, morgens auf dem Weg zur Arbeit steht der Nebel über den Feldern und Rehe sieht man in der Dämmerung. Gestern stand auf dem Heimweg des Liebsten sogar der Hirsch, den ich schon lange mal sehen wollte, schließlich weisen Warnschilder auf den Hirschwechsel in der Gegend hin. Nicht zu übersehen – es ist Herbst. Und auch ohne Halloween sind Kürbisse in dieser Zeit nicht wegzudenken. Neben dem Kuchen und Ofenkürbis lässt er sich auch sehr leicht zu Gnocchi verarbeiten.

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Gnocchi selbst machen ist gar nicht schwer. Natürlich muss man etwas mehr Zeit einplanen als für das Öffnen der Packung. Dieser Zeitaufwand liegt aber im Minutenbereich, wenn man die eigentliche Arbeitszeit als Berechnungsgrundlage annimmt.

Bei diesen Kürbisgnocchi liegt der Zeitaufwand insgesamt bei etwa 30 Minuten und dabei ist der größte Anteil die Garzeit für den Kürbis im Ofen. Währenddessen lässt sich an Socken stricken, die Zeitung lesen, Laub zusammenkehren..

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Kürbisgnocchi mit Salbeibutter

für zwei gute Portionen (oder 3 kleinere)

  • ca. 600g Kürbis (gewaschen, Kerngehäuse und Stielansatz entfernt, ich habe Hokkaido verwendet, bei anderen Sorten die Schale entfernen!)
  • 100g Mehl und etwas zum Ausrollen
  • 1 Eigelb
  • 60g frisch geriebener Parmesan oder Pecorino
  • 1 Prise Muskatnuss
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 2-3 EL Butter
  • eine kleine Handvoll zarter Salbeiblätter, gewaschen, abgetupft, nach Wunsch grob zerkleinert

Kürbis in etwa 2cm große Stück schneiden, auf ein Backblech mit Backpapier geben und im vorgeheizten Backofen bei 180°C etwa 20 Minuten weich garen. Leicht abkühlen lassen, dann mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken und mit Mehl, Eigelb, Käse und Muskatnuss verkneten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf einer leicht bemehlten Unterlage in ca. 1,5-2cm dicke Rollen formen und in etwa 1,5cm breite Scheiben schneiden. Diese nach Belieben mit einer bemehlten Gabel leicht flachdrücken.

Einen großen Topf gesalzenes Wasser zum Kochen bringen. Hitze reduzieren, sodass das Wasser nurmehr simmert. Die Gnocchi mit einer Schaumkelle hineingeben und 2-3 Minuten köcheln lassen, bis sie an die Oberfläche steigen.

In der Zwischenzeit die Butter in einer großen Pfanne zerlassen bis sie anfängt zu schäumen. Salbeiblätter und fertig gegarte Gnocchi (mit der Schaumkelle aus dem Wasser heben, abtropfen lassen) zugeben und in der Butter schwenken.

Quelle: küchengötter

 

Für Schneckenliebhaber

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Noch ein Kuchen – aber ich backe nicht nur. Dieser Kuchen kam jedoch so gut an, dass ich das Rezept teilen möchte. Und es ist schon wieder ein Schneckenkuchen, der 5. bereits, den ich hier verblogge. Aber diese Sorte Kuchen ist schön anzusehen und dabei gar nicht schwer zu machen.Die Füllungen sind genauso variabel wie für Hefe- oder andere Zöpfe (welche eine Alternative zu den Schnecken wären) und man kann sie durch das Backen in einer (Spring)Form gut transportieren.

Die Schnecken heute sind mit Kürbisbutter gefüllt. Schneckenkuchen mit Kürbis habe ich bereits vor einem Jahr hier gezeigt, aber da kam das Gemüse in den Teig, nicht in die Füllung. Als Guss kommt nussiges Sesammus – Tahini – dazu. Ein perfekter Partner für den süß-erdigen Kürbis.

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Bei meiner Menge Kürbisbutter blieb am Ende noch etwas übrig, was sich aber zum einen zum Bereiten von Kürbis-Latte (Rezept unten), aber auch für eine Füllung für Filoteig oder Crêpes sowie als Brotaufstrich (passt sehr gut zu Käse!) eignet.

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Der Hefeteig stammt vom Mohnzopfrezept und wird mit einem Vorteig (Biga) bereitet, der 10-12 Stunden Zeit zum Entwickeln benötigt.

Hefeschneckenkuchen mit Kürbisbutter und Tahiniguss

für eine Springform mit einem Durchmesser von 26-28cm

für den Teig

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  • 2g frische Hefe
  • 125g Mehl 405
  • 75ml lauwarmes Wasser
  • 75ml lauwarme Milch

Die Hefe zum Mehl in eine Schüssel fein zerkrümeln und mit Milch und Wasser zu einem flüssig-zähen Teig verrühren (Holzlöffel). Schüssel mit Frischhaltefolie bedecken und bei Raumtemperatur mindestens 12h gehen lassen.

für die Kürbisbutter

  • ein kleiner Hokkaido ungeputzt ca. 1kg
  • 1/4 TL frischer, fein geriebener Ingwer
  • 50ml Apfelsaft
  • 100g weicher brauner Zucker (ich: Tate & Lyle Dark soft brown)
  • 1 TL Zimt
  • 1/8 TL geriebene Muskatnuss
  • 1/8 TL gemahlene Nelken
  • 1 TL Orangensaft
  • 1/2 TL Vanilleextrakt
  • 1 Prise Orangensalz

Den Kürbis waschen und putzen, dabei Stiel, Blütenansatz und Kerngehäuse entfernen. Mit Schale in etwa gleich große Würfel (etwa 2cm Kantenlänge) schneiden und auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech verteilen. Im Ofen bei 180°C ca. 30-35 Minuten garen, bis der Kürbis weich ist. Etwas abkühlen lassen.

Dann mit den restlichen Zutaten pürieren. Wer mag, kann die Mischung noch durch ein Sieb passieren, darauf habe ich verzichtet.

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weitere Zutaten für den Teig

  • 375g Mehl 550 und etwas zum Kneten
  • 10g Vanillezucker
  • 40g Zucker
  • 1 TL Salz
  • 3g frische Hefe
  • 100ml lauwarme Milch und etwas zum Einstreichen
  • 50g weiche Butter in Flöckchen und etwas zum Einfetten der Form

Alle Zutaten  zum Vorteig geben und mindestens 5 Minuten lang zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Dieser sollte nicht mehr kleben. In einer abgedeckten Schüssel an einem warmen Ort (z.B. Backofen mit eingeschaltetem Licht) gehen lassen, bis der Teig sich in seinem Volumen verdoppelt hat, etwa 1-2h.

Springform mit Backpapier auslegen (Boden) und den Rand fetten. Den Teig kurz durchkneten (ggf. mit etwas Mehl bestäuben), zu einem großen Rechteck mit etwa 40 x 60 cm Kantenlängen ausrollen. Mit der Kürbisbutter etwa 0,5 cm dick bestreichen, dabei an einer langen Seite etwas Platz lassen. Von der langen Seite her aufrollen und anschließend in etwa 2 cm breite Scheiben schneiden. In die vorbereitete Springform geben, dabei etwas Platz zwischen den einzelnen Scheiben lassen. Erneut 30 Minuten warm gehen lassen.

Dann mit etwas Milch oder Sahne einpinseln und bei 200°C Ober-/Unterhitze 15 Minuten backen. Hitze auf 175°C reduzieren und weitere 10-12 Minuten backen. (Stäbchenprobe)

für den Tahiniguss

  • 60g Puderzucker, gesiebt
  • 3 EL gut durchgerührtes Tahini (Sesammus, erhältlich im Feinkostregal, Biomarkt oder asiat./oriental. Supermarkt)
  • 2,5 EL Wasser

Alle Zutaten gut miteinander verrühren und über den noch warmen Kuchen geben.

Falls ihr Gefallen an den Schnecken bekommen habt, und weitere Ideen ansehen möchtet, werdet ihr bei mir hier fündig: Kirschschnecken mit Zitronenguss, Schneckenkuchen mit Schoko-Kaffee-Füllung und Frischkäseguss mit Espressosirup, Hefeschnecken mit Schlehenmus und Walnusskrokant, Kürbis-Zimtschnecken mit Haselnüssen und Frischkäseguss

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Kürbis-Latte

für ein Glas/eine Tasse

  • 2 EL Kürbisbutter
  • 200-250ml Milch
  • Zimt oder Kakaopulver zum Bestäuben

Die Milch erhitzen, bis sie dampft. 50-100ml davon abnehmen und aufschäumen. Die restliche Milch mit der Kürbisbutter in einem hohen Gefäß pürieren. Wer keine Stückchen im Getränk möchte, passiert die Mischung durch ein feines Sieb.

Milchschaum auf die Kürbismilch geben und nach Wunsch mit Zimt oder Kakao bestäuben.

What SUB? Herbstliche Sandwiches

Das perfekte Thema – selbstgemachtes Fastfood. Nachdem wir in der Grillsaison verschiedene Burger ausprobiert haben, sind nun Subs dran. Die lassen sich genauso vielfältig gestalten wie ein Butterbrot und sind ein prima Mittagessen.

Die Herausforderung war natürlich auch hier, möglichst viel selbst zu machen: Das Brot, in leckeres Topping. Auch wenn der Sommer nochmal zeigt, was möglich ist, habe ich herbstliche Zutaten verwendet, die gibt es ja nun mal momentan: Kürbis, Möhren, Äpfel.

Und so gibt es Kürbisbrot-Subs mit Barbecuemöhren und Ofenkürbis und -äpfeln. Dazu passt Feta ebenso gut wie ein schöner Bergkäse, knackiger Salat und für den Fleischesser im Haus habe ich Honig-Balsamico-Hühnchen gebraten. Es wäre zwar nicht nötig, denn er ist fleischlos soweit glücklich, aber dennoch gab es keine Beschwerde.

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Die (O-Ton) „geilen“ Möhren haben sogar eingeschworene Fleischfans überzeugt!

Für das Kürbisbrot habe ich Muskatkürbis verwendet, es eignen sich aber andere Sorten genauso gut. Es schmeckt genauso gut mit herzhaftem Belag wie mit süßem Aufstrich! Am besten gefällt es uns dann getoastet.

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Weiches Kürbisbrot für Sandwiches

für 2-3 größere Subs oder 2 Kastenformen

  • 250g Kürbis, geschält, Kerngehäuse entfernt
  • 450g Mehl (405)
  • 45g Zucker
  • 15g Hefe
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Ei, verquirlt
  • 180ml und etwas lauwarme Milch
  • 70g weiche Butter
  • nach Belieben 2-3 EL Parmesan oder Bergkäse, gerieben

Kürbis in Würfel schneiden, mit sehr wenig Wasser erhitzen und mit geschlossenem Deckel bei geringer Hitze dämpfen bis der Kürbis weich ist und sich leicht zerstampfen lässt. Ausdampfen und handwarm abkühlen lassen.

Mit den restlichen Zutaten (nur die Hälfte des Eis verwenden!) zu einem feuchten, zäh reißenden Teig verkneten. Mit Frischhaltefolie abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich der Teig etwa verdoppelt hat. Das war bei mir nach etwa 50 Minuten der Fall.

Mit etwas Mehl erneut kneten und in gefettete Formen geben bzw. in Baguetteformen füllen. Wer diese nicht hat, kann wie ich versuchen, aus Alufolie seitliche Begrenzungen zu basteln, die die Laibe in Form halten sollen.

Abdecken und erneut 30-45 Minuten gehen lassen. Dann mit dem restlichen Ei und einem Schuss Milch bestreichen und im Ofen bei 190 °C 30-40 Minuten, je nach Form goldbraun backen. Wer den Käse darauf haben möchte, sollte diesen in den letzten  Minuten auf das Brot geben und den Grill zuschalten.

Ofenkürbis und -apfel

  • 100-150g Kürbis, geschält
  • 1 fester Apfel
  • 1 EL Olivenöl
  • 1/2 TL Zimt
  • (Orangen)Salz
  • Chilipulver nach Geschmack

Kürbis und Apfel in etwa 0,5cm dicke Scheiben schneiden und auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech auslegen. Mit Öl bepinseln und Salz, Zimt und Chili darüberstreuen. Im Ofen bei 220°C für ca. 15-20 Minuten backen, bis der Kürbis weich ist.

Barbecuemöhren

  • 4-5 große Möhren
  • 1 rote Zwiebel
  • 1/2 TL Olivenöl
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • (Orangen)Salz

für die Sauce:

  • 125ml Tomatenmark
  • 125ml Ketchup oder Tomatenpüree
  • 3 kleine Knoblauchzehen
  • 3 EL Apfelessig oder Weißweinessig
  • 1 EL Zuckerrübensirup
  • 3 EL brauner Zucker
  • 1 TL Salz & mehr nach Geschmack
  • 1 TL scharf Paprikapulver (ich: Pimentón de la Vera hot)
  • 1 TL Knoblauchpulver (z.B. dieses)
  • 1/4 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1/4 TL Cayenne
  • 1/4 TL weißer Pfeffer, gemahlen
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1/2 TL Harissapaste oder Tabasco (Chipotle)
  • 1 TL Olivenöl
  • Petersilie oder Koriander nach Belieben

Möhren und Zwiebel putzen, grob raspeln und mit dem Öl und Pfeffer in einer Schüssel vermengen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und verteilen. Im Ofen bei 180°C ca. 25-30  Minuten unter gelegentlichem Umrühren garen bis das Gemüse karamellisiert.

In der Zwischenzeit die Zutaten für die Sauce in einem hohen Gefäß vermischen und mit einem Pürierstab zu einem homogenen Gemisch verarbeiten. Bei kleiner Hitze in einem Topf etwa 15 Minuten sanft köcheln lassen. Abschmecken.

Gemüse abkühlen lassen und die Sauce daruntermengen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Abgewandelt von hier.

Zusammengebastelt haben wir uns die Subs dann mit Frischkäse als „Bodenbelag“, Salat, den Möhren, Feta oder anderem Käse, nach Belieben auch dem Huhn und dem Ofenkürbis-/apfel.

Mein Beitrag für Zorras Event, das Thema kommt von Sakriköstlich.

Blog-Event CXXIII - Homemade Fastfood (Einsendeschluss 15.9.2016)

Schaut doch mal vorbei für hausgemachte Döner, Burritos, diverse leckere Burger und auch Desserts fehlen nicht!